Archiv der Kategorie: Europa

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Nordwolle Delmenhorst

Nordwolle Delmenhorst oder Nordwestdeutsches Museum für Industriekultur ist ein Relikt aus vergangener Zeit. Heute stehen auf dem Gelände nur einige Reste der Gebäude. In der Mitte ist ein Parkplatz, der wochentags aus den Nähten platzt.

Im Turbinenhaus ist das Fabrikmuseum. Es zeigt anschaulich die Entwicklung des Betriebs der Wollverarbeitung von 1884 bis 1981. Gleicht Delmenhorst heute einer Kleinstadt mit hoher Arbeitslosigkeit, war es früher der Nabel der Wollverarbeitung. Vor den Toren Bremens mit seinen Häfen und der Eisenbahn lag das Unternehmen verkehrsgünstig. Arbeitskräfte aus ganz Europa wurden angeworben. Unter harten Bedingungen verdienten sie ihr Geld. Weiterlesen

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Das Teemuseum in Norden

Das Teemuseum in Norden klärt umfassend über das ostfriesische Lieblingsgetränk auf. Über mehrere Etagen und Häusern im historischen alten Rathaus ist allerlei rundum das beliebte Getränk zu entdecken. Wechselnde Sonderausstellungen ergänzen das Angebot. Und so gibt es auch eine Extratour für Kinder.

Sehr aufschlussreich ist eine Teezeremonie. Die findet in der historischen Teeküche statt. Eine freundliche Dame bereitet den wirklich echten ostfriesischen Tee zu. Dazu erklärt sie den richtigen Ablauf beim Zubereiten und Trinken des anregenden Getränks. Die Gäste erfahren so etwas über Wulkje, Kandiszange und Teesahne. Die ostfriesische Kunst des Teetrinkens ist schließlich UNESCO Immaterielles Kulturerbe. Weiterlesen

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Das größte Schokoladenhaus der Welt

Das größte Schokoladenhaus der Welt steht in Berlin. Und das liegt zentral in der Charlottenstraße / Ecke Mohrenstraße am Gendarmenmarkt. Über mehrere Etagen ist die ganze Palette der Schokolade ausgebreitet.

Im Erdgeschoss stehen neben dem üppigen Verkaufstresen bekannte Gebäude Berlins aus Schokolade. So zum Beispiel das Brandenburgertor oder die Gedächtniskirche. In der Ecke sitzt ein weißer Bär, der Schokolade aus einer Kanne gießt. Der Bär ist das Wahrzeichen der Stadt. Weiterlesen

Puschkin - Poet in Russland

Puschkin – Poet in Russland

Puschkin – Poet in Russland ist auch der Gründer der russischen Literatur im 19. Jahrhundert. Geboren wurde er in Moskau. Sein Vater war ein Offizier aus einem alten Adelsgeschlecht. Seine Mutter stammte von einem ursprünglich afrikanischen Sklaven ab, der Zar Peter zum Geschenk gemacht worden war.

Er ging ins Internat beim Zarenhof Carskoje Selo, in dem sich das Bernsteinzimmer befindet. Schon früh befasste er sich mit der Dichtkunst und schrieb viele Gedichte sowie Theaterstücke. Dabei eckte er bei Obrigkeit an und stand unter Kontrolle. Tragisch erlag er nach einem Duell seinen Verletzungen. Bei dem Duell ging es um die Ehre seiner Frau, mit der er vier Kinder hatte. Zudem soll er Spielschulden gehabt haben. Weiterlesen

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Schifffahrt nach Plau am See

Schifffahrt nach Plau am See und mit einer Fahrt durch die Schleuse in Malchow verspricht Aufregendes. Der Einstieg ist an diesem trüben Tag in Göhren-Lebbin Hafen. Nur wenige Menschen halten sich dort auf. Na gut, die Ticketverkäuferin wird es wissen. Ich warte auf das Schiff und wider Erwarten ist es gut besucht. Es kommt aus Waren an der Müritz und hat schon einige Gäste an Bord.

Und es geht los. Zuerst geht es Richtung Malchow und dort durch die Schleuse. Das ist eine Drehbrücke. Der gestoppte Verkehr verstopft die Straßen der Inselstadt. Durch einen Damm ist die Insel mit dem Festland verbunden. Weiter geht die Schifffahrt über den Plauer See nach Plau am See – das Ziel. Inzwischen schaut die Sonne hervor und die Temperaturen steigen an. Weiterlesen

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Besuch im Bernsteinzimmer

Besuch im Bernsteinzimmer im Katharinen-Palast in Carskoje Selo, ist schon ein Erlebnis der besonderen Art. Um das legendäre Zimmer mit Möbel ranken sich Geschichten. Der Soldatenkönig, Kaiser Friedrich Wilhelm von Preußen bekam es zum Geburtstag geschenkt. Zuerst war es im Berliner Stadtschloss. Er wusste nicht recht, was er damit sollte und verschenkte es kurzerhand an Zar Peter den Großen weiter. Der gab ihm dafür 50 lange Kerls, wie damals große Soldaten hießen. Die brauchte der Preußenkönig für seine Leibgarde. Peter hatte ebenso kein besonderes Interesse daran. Also landete es achtlos im Keller.

Da Zarin Elisabeth Katzen liebte, hielt sie sich oft im Keller auf. Dabei entdeckte sie die Bernsteinplatten und ließ das Zimmer zunächst im Winterpalast wieder aufbauen. Später in der Sommerresidenz vergrößerte der damit beauftragte italienische Architekt es von 19 auf 100 Quadratmeter. Er fügte Goldverzierungen, Spiegel und Gemälde hinzu. Dort war es 200 Jahre. Weiterlesen

Bernstein

Bernstein

Bernstein gilt auch als das Gold des Meeres. In Ribnitz-Damgarten an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern ist er in allen Facetten zu bewundern.

In Ribnitz gibt es das Kloster, in dem das Deutsche Bernstein-Museum untergebracht ist. Das Museum zeigt die Kulturgeschichte und alte Schmuckstücke aus baltischem Bernstein.

In Damgarten ist die Schaumanufaktur und hier erfährt der interessierte Besucher alles über die Verarbeitung zu Schmuck. Bernstein ist nicht gleich Bernstein und es gibt große Unterschiede. Am Strand sieht er eher uninteressant aus, doch geschliffen zeigt er manchmal wundersame Einschlüsse. Weiterlesen

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Das vorpommersche Kartoffel-Museum

Das vorpommersche Kartoffel-Museum liegt im malerischen Ort Tribsees. Fährt man von der Autobahn ab, kommt man in den Ort und fährt durch das Mühlentor. Der Straße folgend ist an der linken Seite ein Hinweisschild zum Kartoffelmuseum. In einer engen Straße mit Kopfsteinpflaster prangt links an einem Haus ein großes Schild.

Dort abgebogen hängt ein großes Schild mit der Aufschrift „Vorpommersches Kartoffelmuseum“ an der Hauswand. Doch die Türklinke herunter zu drücken ist zwecklos, denn meist muss in der Touristeninformation / Heimatmuseum bei der mächtigen Kirche gefragt werden. Dann kommt ein privater Führer mit und schließt das Einraummuseum auf. Er erklärt, wie es zum Museum gekommen ist. Die Umgegend lebt vom Kartoffelanbau und zusätzlich befinden sich noch drei Unternehmen dort, die neue Kartoffelsorten züchten. Weiterlesen

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Die Bremer Stadtmusikanten

Die Bremer Stadtmusikanten sind das beliebteste Märchen in Deutschland. Und weltweit ist auch zum Beispiel in Japan bekannt. Das Märchen feiert in diesem Jahr Jubiläum. Vor 200 Jahren 1819 war es das erste Mal in einem Buch zu lesen. Bisher wurde es im Oberweserraum nur mündlich überliefert. Die Gebrüder Grimm hatten es sich zur Aufgabe gemacht, Geschichten zu sammeln und herauszugeben.

Und seitdem traten Esel, Hund, Katze und Hahn ihren Siegeszug an. Immer wieder waren die liebenswerten Vier auf Büchern, Sammelbildern, in der Kunst, auf Einladungskarten oder als Skulpturen zu sehen. Weiterlesen

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Das Künstlerdorf Worpswede

Das Künstlerdorf Worpswede liegt knapp 30 Kilometer von der Hansestadt Bremen entfernt. Worpswede ist auch mit dem Bus von Bremen aus gut zu erreichen. Seine überregionale Bedeutung errang Worpswede durch den Zuzug von renommierten Künstlern im 19. Jahrhundert. Sie eiferten der ersten freien Künstlerkolonie bei Paris nach. Sie wollten aus der Enge der Städte heraus. Sie malten unter freiem Himmel und suchten ihre Motive in Worpswede oder der nahen Umgebung.

Fritz Mackensen besuchte als junger Kunststudent Worpswede. Ihm gefiel es dort ausgesprochen gut und schnell folgten „Kollegen“, wie Otto Modersohn und Hans am Ende. Fritz Overbeck, Heinrich Vogeler, Carl Vinnen, Paula Becker, die später Otto Modersohn heiratete, und Bernard Hoetger schlossen sich an. Nun nannte man sich in Worpswede Künstlerdorf und erlangte Bekanntheit in der Kunstszene Europas. Und der hält bis heute an, denn inzwischen leben 140 Künstler und Kunsthandwerker im Ort. Weiterlesen