Archiv der Kategorie: Europa

Erfurter Blau

Erfurter Blau oder der Färberwaid oder das Deutsche Indigo ist eine Besonderheit in Erfurt. Zu entdecken ist Waid heute in einem Geschäft auf der Krämerbrücke. Doch früher war Waid zum Färben von Stoffen sehr begehrt. Waid ist eine zweijährige Pflanze aus deren Blättern der blaue Farbstoff gewonnen wird.

Seit dem 9. Jahrhundert wird Waid hauptsächlich in Thüringen angebaut. Erfurt war die Metropole des Waidhandels und der brachte Macht und Reichtum in die Stadt. Infolge des Dreißigjährigen Krieges und der Konkurrenz des Indigo aus Amerika und Indien verschwand der Waidanbau nach und nach. Heute gibt es noch eine gewisse Nachfrage als Ökofarbe.

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Die Überseestadt in Bremen

Die Überseestadt in Bremen ist ein Stadtteil. Auf dem ehemaligen Hafengelände an der Weser entsteht ein neues, völlig umgestaltetes Areal. Gewerbe, Vergnügen, Museen und Wohnungen siedeln sich in neuen Gebäuden oder in den alten Speichern an. Seit 2009 leben und arbeiten immer mehr Menschen im Stadtteil mit Vergangenheit.

Auf dem Tourentag konnten Interessierte ihn per Rad, zu Fuß oder mit dem Schiff erkunden. Ich nahm an der Schiffstour teil und der Kapitän machte auf Bedeutsames an den Ufern aufmerksam. So konnte ich zum Beispiel endlich den Molenturm sehen.

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Die Alte Synagoge in Erfurt

Die Alte Synagoge in Erfurt ist ein recht unscheinbares in der Altstadt. Schnell ist man vorbeigelaufen und denkt dabei, das Gebäude müsste eigentlich abgerissen werden. Nicht doch, das ist die alte Synagoge und Erfurt bewirbt sich damit um das UNESCO-Welterbe.

Mit dem Bau wurde um 1100 begonnen und danach mehrfach umgebaut. Nach dem Pogrom 1349, bei dem die Juden aus der Stadt gejagt oder getötet wurden, baute der neue Besitzer sie in ein Lagerhaus um. Später wurde das Gebäude als Tanzsaal genutzt. Die Bemalung ist noch zu sehen. Heute ist die alte Synagoge ein Museum und absolut einen Besuch wert.

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Der Bienenstich

Der Bienenstich stammt aus Österreich und ist ein Blechkuchen mit Mandeln und einer Vanille- oder Sahnecremefüllung. Der Hefeteig mit einer Fett-Zucker-Masse belegt karamellisiert beim Backen und ergibt die hellbraune Farbe. Der Kuchen ist ein beliebtes Gebäck in der traditionellen Küche und im Verkauf beim Bäcker oder Konditoreien.

Doch mit einem Stich von einer Biene oder Wespe hat der Kuchen rein gar nichts zu tun. Aber wie kam der Kuchen zu seinem ungewöhnlichen Namen?

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Bank beim Stall bei Kaisen-Haus

Das Kaisen-Haus

Das Kaisen-Haus ist für heutige Verhältnisse ein recht kleines Haus, aber mit großer Bedeutung. Darin lebte die Familie Kaisen mit ihren vier Kindern von 1933 bis 1979. Sparsam und bescheiden blieb der sozialdemokratische Bürgermeister von Bremen immer. Von 1945 bis 1965 Bürgermeister und Präsident des Senats gestaltete er die Entwicklung der Stadt. Er ist für Bremen die Symbolfigur für den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg.

Das Siedlungshaus am Rande von Borgfeld mit Blick über die Wiesen ist noch original erhalten. Im ehemaligen Stallgebäude ist heute die Dokumentationsstätte, die von der Wilhelm & Helene Kaisen Stiftung ehrenamtlich betreut wird. Im Gewächshaus reift wieder Wein. Besucher können den Menschen und das Wirken von Wilhelm Kaisen hier entdecken.

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Kreta abseits der Küste

Kreta abseits der Küste ins Inselinneres zeigt das Leben der Inselbewohner. Sobald man sich vom Getümmel der Küstenorte ins Landesinnere wagt, kommt das ursprüngliche Leben der Bewohner zutage. Und beständig zu sehen, sind Olivenbäume. Teilweise sind sie sehr alt und knochig. Im Herbst entdecken wir auch Bauern, die gerade bei der Olivenernte waren. Ziegen und Schafe verstecken sich in der Mittagshitze im Gebüsch. Ob es sich um auf Kreta vorkommende Wildziegen handelt? Wohl nicht, es waren auch Schafe dabei.

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Die Thüringer Rostbratwurst

Die Thüringer Rostbratwurst hat eine jahrhundertealte Tradition. Sie wird zum Mitnehmen an rollbaren Bratständen gebraten. In ein aufgeschnittenes Brötchen gepackt, ist sie ein schnelles sättigendes Mittagessen. In den Innenstädten sind diese Wägelchen auf belebten Plätzen zu sehen. Und die Menschen kommen und holen sich eine frisch gebratene Wurst.

Thüringer Rostbratwurst ist eine gesetzlich geschützte geografische Bezeichnung und registriert. Das heißt, nicht jede Bratwurst darf die Bezeichnung tragen. Nur, wenn eine Herstellungsstufe wie Erzeugung, Verarbeitung oder Herstellung in der Herkunftsregion stattfindet. Neben der Rostbratwurst stehen auch Thüringer Leberwurst und Rotwurst im europäischen Verzeichnis. Die Thüringer Klöße leider nicht.

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Das Schloss Güstrow

Das Schloss Güstrow befindet sich am Rande der Altstadt. Von außen besticht es mit einer hellen Fassade und Türmchen. Es war mal ein weiterer Sitz der Herzöge von Mecklenburg neben Ludwigslust und Schwerin. Über eine Brücke geht es ins Innere der Schlossanlage. Wer sich zu einem Rundgang entschließt, wird einige ungewöhnliche Ausgestaltungen entdecken. So zum Beispiel der Jagdsaal mit lebensecht aussehendem Wild. Der war Vorbild für einige andere Schlösser in ganz Europa.

Auch die genauere Betrachtung der Stuckdecke lohnt. Sehr feine und kunstvolle Arbeit. Aber am nettesten ist die kleine Christusfigur, die mit Pausbäckchen den Betrachter freundlich anlächelt. Geschmückt ist sie mit einer viel zu großen Halskette und scheint sehr an ihrer Last zu tragen. Die Statue ist aus Holz geschnitzt und kam aus Rostock.

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Das Automuseum in Eisenach

Das Automuseum in Eisenach oder genauer „automobile welt eisenach“ kurz „awe“ zeigt die Fahrzeugproduktion seit 1898. In einem ehemaligen Firmengebäude präsentiert eine Stiftung anschaulich Werdegang und Technikgeschichte. Autos mit Namen wie DIXI, BMW, EMW, IFA, Wartburg und Opel wurden hier zusammengebaut.

Heute ist es eher ruhig auf dem Gelände. Parkplatz ist reichlich vorhanden. Gleich neben dem Museumsbau steht eine Bauruine. Der Begriff „lost place“ trifft es genau. Altes geht unter und neues entsteht. Das wird auch in dem Museum sehr deutlich. Wer für Oldtimer schwärmt, ist am richtigen Ort. Hier stehen die Schätze auf mehreren Etagen verteilt. Heute werden von Opel Autos in Eisenach gebaut und sind mit E-Autos ganz vorne dabei.

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Der Strandkorb

Der Strandkorb

Der Strandkorb ist in heißen Sommern an Nord- und Ostsee gern genutzt. Wer Handtücher mit Sandeinlagerungen und Decken nicht mag, mietet sich einen Strandkorb. Wenn er denn noch einen ergattert. Sie sind sehr begehrt und bieten Schutz vor Sonne, Wind, Regen und Sand.

Inzwischen gibt es Strandkörbe in allen Größen und Ausstattungen. Viele stehen in Gärten oder auf Terrassen und Balkonen. Sie schaffen sofort ein maritimes und gemütliches entspannendes Ambiente. Allein durch ihre Anwesenheit erzeugen sie ein Gefühl von Urlaub und Freizeit.

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