Archiv der Kategorie: Deutschland

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Historische Altstadt Wismar

Historische Altstadt Wismar ist gemeinsam mit Stralsund UNESCO-Welterbe. Die Hansestadt in Mecklenburg-Vorpommern hat den zweitgrößten Hafen im sonnenreichen Bundesland. Während der Erkundung fallen die mächtigen Backsteinbauten als Erstes ins Auge. Diese heute überschaubare Stadt mit knapp 50.000 Einwohnern muss früher sehr wohlhabend gewesen sein. Davon zeugen die drei stattlichen Kirchen und die städtischen Gebäude in sogenannter Backsteingotik. Der Stadtkern ist für einen Tagesausflug gut geeignet.

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Sauerkraut von Soldaten erfunden

Sauerkraut von Soldaten erfunden und zwar von den Horden des Dschingis Khan. Den Spitznamen „Krauts“ bekamen aber wir Deutschen von den Engländern und Amerikanern. Wohl deshalb, weil Sauerkraut bei uns als Nationalgericht gilt. Das beliebte Wintergemüse mit Speck, fettem Fleisch und Würsten eine Stunde lang zu kochen, ist eine traditionelle Zubereitung. Bei Spitzenköchen allerdings gehört so etwas längst der Vergangenheit an. Hier stehen Zanderfilet in Krautaspik oder Apfel-Sauerkraut-Püree eher auf der Speisekarte.

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Königsberger-Marzipan

Königsberger Marzipan

Königsberger Marzipan ist eine Spezialität, die in Königsberg in Preußen heute Kaliningrad entstand. Das Besondere daran ist das Abflämmen der Oberfläche. Dadurch zeigen die Marzipanteile eine gelblich-bräunliche Röstfarbe, im Innern jedoch bleiben sie hell.

Die Formen werden in traditionellen Betrieben mit alten Formen in Handarbeit ausgestochen. Auch das Modellieren der Süßigkeiten geschieht oft in Handarbeit. Im Vergleich zu anderen Marzipanen ist dies jedoch ein wenig anders. Während Lübecker Marzipan aus der rohen Masse hergestellt wird, ist beim Königsberger Marzipan die Röstung. Die Vertriebenen brachten ihre Spezialität mit in ihre neue Heimat.

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Haus Samson in Leer

Haus Samson in Leer, Ostfriesland, sieht von außen aus wie ein normales Weingeschäft. Stimmt nicht ganz. Unten ist die Spirituosenhandlung „Wein Wolff“. Aber in den oberen Etagen ist die alte Ausstattung, also Wohnräume und Arbeitsräume wie früher.

Das Haus wurde 1560 / 70 erbaut. Nach Zerstörung bauten die holländischen Besitzer das Haus wieder auf und aus. Nach niederländischer Tradition erhielt das Haus einen schmalen hohen Giebel. Ebenso einen Namen, hier Haus Samson, wie damals im Nachbarland üblich. Samson symbolisiert die Kraft und Stärke des Hauses sowie der Bewohner und deren Geschäfte.

Die Familie Wolff nannte die Chronik 1899 als Bewohner. Endgültig erwerben konnte die Familie es aber erst 1927. Heute sind in dem denkmalgeschützten Haus die Verwaltung, das Weinfachgeschäft und das Privatmuseum.

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Die Mühlenstraße

Die Mühlenstraße entstand aus touristischen Überlegungen. Heute jedoch gilt sie zudem als Zeichen für den Erhalt von Kulturdenkmälern. Mit der finanziellen Unterstützung der Europäischen Union konnten die Mühlen gerettet werden. Europaweit gehören sie zur Europäischen Kulturstraße der Mühlen „Via Molina“. Dazu gehört unter anderem der Jakobsweg. Dank der Besitzer und zahlreiche Vereine von Mühlenfreunden werden die Mühlen gepflegt und sind für Besucher geöffnet.

Wer über Land fährt, dem wird wahrscheinlich schon das Hinweisschild am Straßenrand aufgefallen sein. Inzwischen gibt es mehrere Mühlenstraßen in Deutschland, so die Friesische, die Niedersächsische, die Mühlenstraße Oberschwaben, die Selfkant-Mühlenstraße und die Westfälische Mühlenstraße, die auch den Titel Mühlenroute trägt. Weiterlesen

Tod an der Müritz - Kirche Malchow

Tod an der Müritz

Tod an der Müritz ist mein brandneuer Krimi. Er fand seine Ursprünge während eines Urlaubs in Göhren-Lebbin, Mecklenburgische Seenplatte. Da die Gegend reich an touristisch interessanten Sehenswürdigkeiten ist, machte ich mich auf den Weg. Besonders das Hexenmuseum in Penzlin faszinierte mich und dachte: das ist ein idealer Ort für eine Leiche. Daraus entwickelte sich die Geschichte und ein Mord kam zum anderen. Der Serientäter war gedanklich geboren.

In der Handlung sind sehenswerte Orte, die manchmal abseits der Touristenpfade liegen, beschrieben. Meine Fotos unterstützten mich beim Schreiben und beschreiben der Orte. Die Handlung und die Personen sind frei erfunden, einiges musste ich zu Gunsten der Geschichte verändern. Den Ort Adamshoffnung zum Beispiel wählte ich aus, weil schon allein der Name inspiriert. Ich bitte dort lebenden Menschen um Entschuldigung. Weiterlesen

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Das Haus des Reichs in Bremen

Das Haus des Reichs in Bremen ist während des Tags des offenen Denkmals und mit Führungen zu besichtigen. Gerne wird dies genutzt, um sich in den Hallen der Steuerverwaltung des Bundeslandes Bremen umzusehen. Der klotzige Bau steht an einem Platz in der Innenstadt.

Die Gebrüder Lahusen entschieden sich, den Firmensitz der Nordwolle von Delmenhorst nach Bremen zu verlegen. Dazu gaben sie den Auftrag zum Bau des Gebäudes im Stil des Expressionismus. Immerhin hatte die Nordwolle sich zum größten europäischen Wollkonzern entwickelt. Doch wenige Monate vor der Fertigstellung im Februar 1931 ging die Nordwolle in Konkurs. Die Chefs des Woll-Imperiums gingen in die Untersuchungshaft.

Ins repräsentative Gebäude zogen Behörden der Nationalsozialisten, wie zum Beispiel die Finanzverwaltung, der Reichsstatthalter, der Gauleiter und nach Kriegsende die Militärregierung ein. Weiterlesen

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Das Kloster Lüne in Lüneburg

Das Kloster Lüne in Lüneburg ist ein Ausflugstipp im Norden. In der Salzstadt liegt das mittelalterliche Kloster mitten im Grünen. Steht man vor dem Eingang zum Klosterareal, spürt man die Ruhe im Verkehrsgetöse der Stadt. Backsteine, Fachwerk und ein Kräutergarten laden zum Erkunden ein. Im Kloster, heute Konvent, leben Frauen, die hier ihren Lebensabend verbringen.

Das Kloster hat allerlei zu bieten und die Damen führen täglich Führungen durch. Es steht unter Denkmalschutz und ist nur mit Führungen zu besichtigen. Dabei erfahren die Besucher sehr viel Interessantes aus der wechselhaften Geschichte und aus dem Leben der Nonnen. Etwas Besonderes ist das angeschlossene Textilmuseum, in denen Kostbarkeiten aus sechs Jahrhunderten für die Zukunft bewahrt werden. Es zeigt die hohe Kunst der Stickerei und zum Beispiel die Verarbeitung von winzigen Flussperlen. Weiterlesen

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Das Museumsdorf Cloppenburg

Das Museumsdorf Cloppenburg ist zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert. Das reichhaltige Veranstaltungsprogramm mit Brotbacken, Handwerksvorführungen, alte Schule, Punsch und Pötte oder Schreiben mit Federn bietet Abwechslung für Eltern und Kinder.

Das Museumsdorf Cloppenburg liegt mitten in der Stadt und ist von belebten Straßen umgeben. Als grüne Lunge eignet es sich für einen gemütlichen Spaziergang durch die herrschaftlichen und ärmlichen Häuser oder Werkstätten. Die offen stehenden Türen laden zur Erkundung der Häuser ein. Erschöpfte können sich im Dorfkrug erholen. Neben Bauernhäusern, Scheunen oder Windmühlen sind wechselnde interessante Sonderausstellungen zu sehen. Weiterlesen

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Das Deutsche Salzmuseum

Das Deutsche Salzmuseum in Lüneburg zeigt, wie der Reichtum der Stadt zustande kam. Lüneburg nahe Hamburg ist die Salzstadt im Norden. Über 1000 Jahre bestimmte das Salz aus der Saline die Geschicke der Menschen. Es gab ihnen Arbeit und machte manche reich und mächtig. Das ist an den schönen Gebäuden deutlich zu sehen.

Erst 1980 schloss das Salzwerk seine Pforten. Im Industriedenkmal und Museum erfährt der Besucher heute alles, was es über Salz zu wissen gibt. Besonders interessant sind die riesigen Bleipfannen, in denen das Salzwasser, die Sole, verkochte. Das kostbare Salz blieb zurück und wurde für den Weiterverkauf in Säcke oder Kleinverpackungen abgepackt. Früher dampfte es aus 216 Pfannen, heute ist nur noch eine zu sehen. Im Museum dampft nichts mehr, aber die Schwere der Arbeit ist gut nachzuvollziehen. Weiterlesen