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Haus Samson in Leer

Haus Samson in Leer, Ostfriesland, sieht von außen aus wie ein normales Weingeschäft. Stimmt nicht ganz. Unten ist die Spirituosenhandlung „Wein Wolff“. Aber in den oberen Etagen ist die alte Ausstattung, also Wohnräume und Arbeitsräume wie früher.

Das Haus wurde 1560 / 70 erbaut. Nach Zerstörung bauten die holländischen Besitzer das Haus wieder auf und aus. Nach niederländischer Tradition erhielt das Haus einen schmalen hohen Giebel. Ebenso einen Namen, hier Haus Samson, wie damals im Nachbarland üblich. Samson symbolisiert die Kraft und Stärke des Hauses sowie der Bewohner und deren Geschäfte.

Die Familie Wolff nannte die Chronik 1899 als Bewohner. Endgültig erwerben konnte die Familie es aber erst 1927. Heute sind in dem denkmalgeschützten Haus die Verwaltung, das Weinfachgeschäft und das Privatmuseum.

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Rethymnon auf Kreta

Rethymnon auf Kreta

Rethymnon auf Kreta ist ein Ort an der Küste im westlichen Teil der griechischen Insel. Venezianer gründeten die Stadt mit einem kleinen Hafen. Rethymnon hat nie die Bedeutung wie Heraklion oder Chania erlangt. Dennoch lohnt sich ein Besuch nicht nur wegen des 16 Kilometer langen Sandstrands.

Die lebhafte Altstadt bietet jahrhundertealte Wohnhäuser, in denen sogar noch die Stadtbewohner leben. Beim Vorübergehen ist manchmal das Klappern von Geschirr vom Abwasch zu hören. Das ist wohltuend, denn allzu oft gewinnen Hotels die überhand.

Auf jeden Fall gehört die Burg mit ihren wehrhaften Mauern über der Stadt ins Programm. Bei der Suche nach einem Parkplatz brauchen Gäste Geduld, aber es gibt mehrere Areale rundum die Altstadt. Am Markttag jeden Donnerstag allerdings kurven Touristen wie Einheimische in den engen Straßen.

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Die Mühlenstraße

Die Mühlenstraße entstand aus touristischen Überlegungen. Heute jedoch gilt sie zudem als Zeichen für den Erhalt von Kulturdenkmälern. Mit der finanziellen Unterstützung der Europäischen Union konnten die Mühlen gerettet werden. Europaweit gehören sie zur Europäischen Kulturstraße der Mühlen „Via Molina“. Dazu gehört unter anderem der Jakobsweg. Dank der Besitzer und zahlreiche Vereine von Mühlenfreunden werden die Mühlen gepflegt und sind für Besucher geöffnet.

Wer über Land fährt, dem wird wahrscheinlich schon das Hinweisschild am Straßenrand aufgefallen sein. Inzwischen gibt es mehrere Mühlenstraßen in Deutschland, so die Friesische, die Niedersächsische, die Mühlenstraße Oberschwaben, die Selfkant-Mühlenstraße und die Westfälische Mühlenstraße, die auch den Titel Mühlenroute trägt. Weiterlesen

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Kreta im Herbst

Kreta im Herbst ist ganz anders als im Hochsommer. Die Temperaturen sind wesentlich angenehmer. Es bleibt neben dem Sonnenbaden Zeit, Land und Leute zu erkunden. Wer mit Leihwagen durch das Land fährt, hat es etwas einfacher. Man kann nach eigenen Vorlieben zu Stränden oder archäologischen Sehenswürdigkeiten fahren. Aber andere können Touren zu sehenswerten Ortschaften buchen. In den Orten gibt es etliche Anbieter solcher Touren.

Mit Natur- und archäologischen Sehenswürdigkeiten ist Kreta übersät. Die Insel im Mittelmeer hat über Jahrtausende eine wechselvolle Geschichte erlebt. Und jede Kultur hat ihre Bauwerke hinterlassen. Manchmal ist es nur ein hölzerner Vorbau an Häusern der Osmanen. Deshalb lohnt immer ein Blick auf die Fassaden.

In den Küstenorten ist Kreta touristisch voll erschlossen und Hotel reiht sich an Hotel. Im Landesinneren dagegen gibt es ursprüngliche Ortschaften zu entdecken. Weiterlesen

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Metro in Sankt Petersburg

Metro in Sankt Petersburg sind Paläste des Volkes, so wollte es Stalin. Unter großen Schwierigkeiten wurde die Linie 1 mit acht Stationen gebaut und 1955 eröffnet. Der Untergrund von St. Petersburg ist moorig und die Arbeiter mussten tief graben, um auf festen Untergrund zu stoßen. Deshalb ist die Metro auch die tiefste der Welt. Die Rolltreppen sind über 100 Meter lang und damit länger als die in der Elbphilharmonie.

Für eine Fahrt ist eine Metro-Münze nötig, die nur in den Metro-Stationen erhältlich ist. Der Fahrpreis ist sehr günstig. Als Tourist kann man an jeder Station aussteigen und sich umschauen. Die Wände und der Fußboden sind aus weißem Marmor. Die grauen Marmorplatten kommen aus Karelien, eine Provinz im Norden. Manche Pfeiler sind ganz aus Glas gearbeitet. Da dies die Finanzen überstieg, gibt es davon nur ein paar. Dennoch ähnelt die ganze Metro wirklich einem Palast inklusive Kronleuchter und gilt als eine der weltweit schönsten. Weiterlesen

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Das Haus des Reichs in Bremen

Das Haus des Reichs in Bremen ist während des Tags des offenen Denkmals und mit Führungen zu besichtigen. Gerne wird dies genutzt, um sich in den Hallen der Steuerverwaltung des Bundeslandes Bremen umzusehen. Der klotzige Bau steht an einem Platz in der Innenstadt.

Die Gebrüder Lahusen entschieden sich, den Firmensitz der Nordwolle von Delmenhorst nach Bremen zu verlegen. Dazu gaben sie den Auftrag zum Bau des Gebäudes im Stil des Expressionismus. Immerhin hatte die Nordwolle sich zum größten europäischen Wollkonzern entwickelt. Doch wenige Monate vor der Fertigstellung im Februar 1931 ging die Nordwolle in Konkurs. Die Chefs des Woll-Imperiums gingen in die Untersuchungshaft.

Ins repräsentative Gebäude zogen Behörden der Nationalsozialisten, wie zum Beispiel die Finanzverwaltung, der Reichsstatthalter, der Gauleiter und nach Kriegsende die Militärregierung ein. Weiterlesen

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Das Kloster Lüne in Lüneburg

Das Kloster Lüne in Lüneburg ist ein Ausflugstipp im Norden. In der Salzstadt liegt das mittelalterliche Kloster mitten im Grünen. Steht man vor dem Eingang zum Klosterareal, spürt man die Ruhe im Verkehrsgetöse der Stadt. Backsteine, Fachwerk und ein Kräutergarten laden zum Erkunden ein. Im Kloster, heute Konvent, leben Frauen, die hier ihren Lebensabend verbringen.

Das Kloster hat allerlei zu bieten und die Damen führen täglich Führungen durch. Es steht unter Denkmalschutz und ist nur mit Führungen zu besichtigen. Dabei erfahren die Besucher sehr viel Interessantes aus der wechselhaften Geschichte und aus dem Leben der Nonnen. Etwas Besonderes ist das angeschlossene Textilmuseum, in denen Kostbarkeiten aus sechs Jahrhunderten für die Zukunft bewahrt werden. Es zeigt die hohe Kunst der Stickerei und zum Beispiel die Verarbeitung von winzigen Flussperlen. Weiterlesen

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Das Museumsdorf Cloppenburg

Das Museumsdorf Cloppenburg ist zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert. Das reichhaltige Veranstaltungsprogramm mit Brotbacken, Handwerksvorführungen, alte Schule, Punsch und Pötte oder Schreiben mit Federn bietet Abwechslung für Eltern und Kinder.

Das Museumsdorf Cloppenburg liegt mitten in der Stadt und ist von belebten Straßen umgeben. Als grüne Lunge eignet es sich für einen gemütlichen Spaziergang durch die herrschaftlichen und ärmlichen Häuser oder Werkstätten. Die offen stehenden Türen laden zur Erkundung der Häuser ein. Erschöpfte können sich im Dorfkrug erholen. Neben Bauernhäusern, Scheunen oder Windmühlen sind wechselnde interessante Sonderausstellungen zu sehen. Weiterlesen

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Das Deutsche Salzmuseum

Das Deutsche Salzmuseum in Lüneburg zeigt, wie der Reichtum der Stadt zustande kam. Lüneburg nahe Hamburg ist die Salzstadt im Norden. Über 1000 Jahre bestimmte das Salz aus der Saline die Geschicke der Menschen. Es gab ihnen Arbeit und machte manche reich und mächtig. Das ist an den schönen Gebäuden deutlich zu sehen.

Erst 1980 schloss das Salzwerk seine Pforten. Im Industriedenkmal und Museum erfährt der Besucher heute alles, was es über Salz zu wissen gibt. Besonders interessant sind die riesigen Bleipfannen, in denen das Salzwasser, die Sole, verkochte. Das kostbare Salz blieb zurück und wurde für den Weiterverkauf in Säcke oder Kleinverpackungen abgepackt. Früher dampfte es aus 216 Pfannen, heute ist nur noch eine zu sehen. Im Museum dampft nichts mehr, aber die Schwere der Arbeit ist gut nachzuvollziehen. Weiterlesen

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Nordwolle Delmenhorst

Nordwolle Delmenhorst oder Nordwestdeutsches Museum für Industriekultur ist ein Relikt aus vergangener Zeit. Heute stehen auf dem Gelände nur einige Reste der Gebäude. In der Mitte ist ein Parkplatz, der wochentags aus den Nähten platzt.

Im Turbinenhaus ist das Fabrikmuseum. Es zeigt anschaulich die Entwicklung des Betriebs der Wollverarbeitung von 1884 bis 1981. Gleicht Delmenhorst heute einer Kleinstadt mit hoher Arbeitslosigkeit, war es früher der Nabel der Wollverarbeitung. Vor den Toren Bremens mit seinen Häfen und der Eisenbahn lag das Unternehmen verkehrsgünstig. Arbeitskräfte aus ganz Europa wurden angeworben. Unter harten Bedingungen verdienten sie ihr Geld. Weiterlesen