Archiv der Kategorie: Nordrhein-Westfalen

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Kiosk, Trinkhalle oder Büdchen

Kiosk, Trinkhalle oder Büdchen gehören zu vielen Städten, doch fast an jeder Ecke entdeckt man sie im Ruhrgebiet. Die kleinen Nahversorger sind nicht zu unterschätzen. Inzwischen hat der Kiosk an der Ecke es sogar zum «Tag der Trinkhallen» und in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes geschafft.

Die ersten entstanden im 19. Jahrhundert. Mineralwasser-Anbieter boten dem Volk sauberes Trinkwasser an, denn Leitungswasser war damals ungenießbar. Außerdem war die Entlohnung der vielen Arbeiter in Form von Alkohol durchaus üblich und Trunksucht mit allen negativen Folgen ein Problem. Damit hatte das Bürgertum Probleme und sie förderten die Errichtung von Trinkhallen.

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Wasserburg Vischering

Wasserburg Vischering ist eine der zahlreichen Wasserburgen im Münsterland. Die Burg steht mit ihren mächtigen Mauern im Wasser und als Besucher fragt sich unwillkürlich: Läuft Wasser in den Keller?

Doch bei der Besichtigung der Ausstellung in den Kellerräumen ist es trocken und keine sichtbaren Wasserränder weit und breit.

Die Burg Vischering wurde im 13. Jahrhundert vom Bischof von Münster einem Ritter übertragen, der mit seiner Mannschaft Angriffe von Nachbarburgen abwehren sollte. Von der Vorburg aus wirkt sie wie eine richtige Ritterburg mit Zugbrücke, wie man sie aus Filmen kennt.

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Römerpark Xanten

Römerpark Xanten ist genauer ein Archäologisches Areal und Freilicht-Museum der ehemaligen römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana. Er bietet einen spannenden und anschaulichen Ausflug in das Leben der Römer in der pulsierenden Stadt am Rhein. Hier lebten über zehntausend Männer, Frauen und Kinder und sorgen für reges Leben auf 73 Hektar.

Das Gelände ist sehr groß und an vielen Stellen gibt es etwas zu entdecken. So zeigt das Römer-Museum Originalfunde aus vier Jahrhunderten aus der Stadt und den zwei Legionslagern. Auf den Rängen des erhaltenden Amphi-Theaters kraxeln? Oder lieber die nachgebauten Schiffe in der Holzwerkstatt bestaunen?

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Das Textilwerk Bocholt

Das Textilwerk Bocholt gehört zu den LWL Museen. LWL ist die Abkürzung für Landschaftsverband Westfalen-Lippe und dazu zählen einige sehr interessante Museen.

Das historische Textilwerk und die Spinnerei besuchten wir und erfuhren viel über die Herstellung von Stoffen und das Leben der Arbeiter in einem volleingerichteten Wohnhaus. Bei den Vorführungen klappern die Webstühle wie damals. Besucher sind von der Lautstärke und den entstehenden Tüchern überrascht.

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Red Dot Design Museum in Essen

Red Dot Design Museum in Essen befindet sich auf dem weitläufigen Gelände der Zeche Zollverein. Im ehemaligen Kesselhaus ist genügend Raum für herausragende prämierte Stücke. Jährlich erhalten Produkte aus allen Bereichen in drei Kategorien den begehrten Red Dot.

Im Museum sind die preisgekrönten Produkte aus Product Design, Marken und Kommunikationsdesign und Design Concept zu entdecken. Klingt trocken und langweilig, ist aber äußerst interessant, denn so manches ist zu Hause im Bad, in der Küche, am Auto oder PC wiederzufinden. Preis- und damit museumswürdig sind Dinge die zweckmäßig, die bestmögliche Form haben, gute Qualität und Handhabbarkeit sowie über ein ansprechendes Aussehen verfügen.

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Villa Hügel in Essen

Villa Hügel in Essen ist ein herrschaftliches Gebäude im Ruhrgebiet und zeugt vom Lebensstil des Großbürgertums. Geplant und erbaut von Alfred Krupp (1812-1887) umfasst die Villa 399 Zimmer mit mehreren Nebengebäuden und einem großen Park. Terrasse, Gartensaal, Arbeitszimmer und Bibliothek dürfen nicht fehlen. Die Villa zeigt die Wohnkultur reicher Fabrikbesitzer und deren Familien.

Alfred Krupp war ein deutscher Großindustrieller und Erfinder und baute die Firma seines Vaters zu einem Weltkonzert ThyssenKrupp AG aus.

Heute erhält die «Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung» die Villa und den Park für Besucher.

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Das Rüschhaus und Burg Hülshoff

Das Rüschhaus und Burg Hülshoff gehören zusammen. Warum? Erstens, weil die Familie Hülshoff den Sommersitz 1825 kaufte und weil die Schriftstellerin Anette von Droste-Hülshoff hier 20 Jahre lang wohnte. Es liegt nur fünf Kilometer von der Burg Hülshoff entfernt und ist fußläufig zu erreichen.

Als der Vater verstarb und der Nachfolger mit seiner Familie die Burg Hülshoff bezog, siedelten die Mutter, die Schwester Jenny und Annette in das Haus Rüschhaus um.

Das war ein kleiner Landsitz mit Garten und zur Selbstversorgung nutzbar.

Annette bewohnte hier nur drei kleine Zimmer im Obergeschoss und das noch mit ihrer Amme, die sie bis zum Tode pflegte. An ihren Gedichten und Schriften arbeitete und schrieb sie nachts.

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Das Wasserschloss Burg Hülshoff

Das Wasserschloss Burg Hülshoff liegt beschaulich im Grünen und spiegelt sich im Wasser. Das ist der Ort, an dem die bekannte Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff (1797 – 1848) geboren wurde.

Das Schloss ist heute in der Trägerschaft einer Stiftung unter der Federführung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Es entwickelt sich mit zahlreichen Veranstaltungen zum Center of Literature.

Die Komponistin und Dichterin war zu ihrer Zeit nur in ihrem engen Umkreis bekannt. Ihre erst spät veröffentlichten Arbeiten erfuhren vom Adel Ablehnung nach dem Motto Frauen von Adel dürfen nicht in der Öffentlichkeit erscheinen. Von anderen literarisch interessierten Menschen erhielt sie Zuspruch.

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Zeche Zollverein

Zeche Zollverein in Essen ist überwältigend und man braucht einen Tag, um in jedem Winkel gestöbert zu haben. Das riesige ehemalige Bergwerk mit Förderturm und Kokerei ist eine gigantische Stahlanlage.

Heute ist das spannende Industriedenkmal für Besucher eingerichtet und bietet etliche Führungen an. Dort erfahren Touristen etwas über die Förderung und Verarbeitung der Kohle.

Die Zeche war der Arbeitgeber in Essen und mit dem Abbau der Kohleförderung machte die Region einen gravierenden Wandel durch.  

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Route Industriekultur

Route Industriekultur ist eine Themenstraße und die verbindet Industriedenkmäler des Ruhrgebietes auf 400 Kilometer. Sie führt gleich ob per Auto oder Rad an allen Zeugnissen der industriellen Vergangenheit vorbei. Natürlich dreht sich fast alles um Kohle und Stahl und somit um Hochöfen, um markante Fördertürme, Gasometer, gigantische Werkshallen, Bergwerke und Arbeitersiedlungen.

2024 feiert die Route der Industriekultur 25jähriges Jubiläum und dazu gibt es allerlei Veranstaltungen. Auf der Route gibt es viel zu entdecken, auch abseits von Kohle und Stahl, so zum Beispiel Kunst und Design.

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