Schlagwortarchiv: Sizilien

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Teatro Massimo in Palermo

Teatro Massimo in Palermo hat eine bewegte Geschichte hinter sich und steht dennoch wie ein Tempel auf dem weitläufigen Platz.

1864 beschloss der Senat den Bau eines Opernhauses. Der Architekten-Wettbewerb entschied unter der Leitung von Gottfried Semper (1803 – 1879), bekannt von der Semper-Oper in Dresden, sich für einen einheimischen Architekt. Ende des 19. Jahrhundert war der Bau fertiggestellt. Die Stadt Palermo hatte das größte Opernhaus in Italien und das drittgrößte in Europa. Kaum vorstellbar, da Sizilien als das Armenhaus Italiens gilt.

Doch das Opernhaus ist in die Jahre gekommen und bedarf der Renovierung, das wird bei der Führung durchaus deutlich.

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Die Flagge von Sizilien

Die Flagge von Sizilien, die Trinacria, sieht sehr ungewöhnlich aus. Drei Beine wirbeln in der Luft vor dem rot-gelben Hintergrund. Sie ist an vielen Orten zu entdecken.

Die Offizielle Flagge der autonomen Region Sizilien existiert seit 1282. Damals war sie ein Zeichen der Revolte gegen den französischen König von Anjou.

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Marionetten Museum in Palermo

Marionetten Museum in Palermo liegt in einer ruhigen Seitenstraße in einem alten Wohnhaus eines Adligen. Die Tradition des Marionetten-Theaters ist mit dem Immateriellen UNESCO Welterbe geehrt worden.

Das Museum lohnt einen Abstecher weg von den hektischen Touristenströmen. 1975 gegründet von dem Arzt Antonio Pasqualino gemeinsam mit dem Verein zur Erhaltung der Volkstraditionen. Es zeigt Gegenstände und nicht nur Marionetten, sondern auch Handpuppen und Schattenpuppen aus der ganzen Welt. So sind hier unter anderem die Puppen aus dem vietnamesischen Wasserpuppen-Theater zu sehen.

Beim gemächlichen Rundgang durch das verwinkelte Museum mit Videos erstaunt die vielfältige Ausgestaltung von Puppen. Das Spiel mit Marionetten ersetzte früher das heutige Fernsehen, Internet und Kino.

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Das Museo Etnografico Pitré in Palermo

Das Museo Etnografico Pitré in Palermo liegt in den ehemaligen Personalhäusern der Angestellten vom Palazzina Chinese. Es bietet genug Raum für die gesammelten Gegenstände des Gründers Guiseppe Pitré, der sich als Arzt, Professor, Folklorist und Gelehrter mit populären Bräuchen und Traditionen beschäftigte. Er stammte aus einfachen Verhältnissen und fühlte sich immer der Bevölkerung verpflichtet.

Heute verfügt das Museum über 4000 Objekte aus den Bereichen Kleidung, Puppen, Karren, Keramik, Handwerk, Arbeit, Kunsthandwerk und vieles mehr aus dem Leben der Bevölkerung.

Zum täglichen Leben gehörten auch geschnitzte Holzlöffel. Einer davon fällt auf, denn auf dem Stil ist ein Toilettensitz mit sitzendem Mann eingearbeitet. Dieses witzige Detail hat seinen Sinn, denn was gegessen wird, landet irgendwann im Lokus oder Plumpsklo.

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Palazzina Cinese bei Palermo

Palazzina Cinese bei Palermo ist ein Kleinod mit einem großen Park vor der Stadt. Das Palästchen ist im chinesischen Stil erbaut und ausgestaltet, wie es zum Ende des 18. Jahrhundert modern war.

Auftraggeber war der abgesetzte König von Neapel Ferdinand III. und er sowie seine Frau nutzten das Anwesen als Exil.

Es ist reichhaltig ausgemalt und mit allerlei Finessen versehen. So gibt es einen Fahrstuhl von der Küche hinauf ins Esszimmer. Das üppig ausgestattete Bad im Keller mit der Außentür ist schon interessant.

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Kathedrale von Palermo

Kathedrale von Palermo ist über einen kleinen Park zu erreichen. Das imposante Eingangstor empfängt die Besucher und es geht hinein in die Kühle. Der Dom ist die Kirche des Erzbistums Palermo und entsprechend groß. 

Zur Zeit der arabischen Besetzung Sizilien stand an diesem Ort eine Moschee. Während der normannischen Regierung wurde sie in den bekannten normannischen Stil umgebaut. Leider ist davon im Innenraum nicht mehr viel zu entdecken im Vergleich zu anderen Kirchen aus der Periode. Aber von außen erinnert der Dom sehr an die arabischen Einflüsse und lohnt deshalb mehrere Hingucker.

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Kirche Degli Eremiti in Palermo

Kirche Degli Eremiti in Palermo gehört mit zum Arabisch-normannischen UNESCO-Welterbe. Nur vereinzelt verirren sich an diesen Ort Touristen. Sie gehört nicht zu den Hauptattraktionen von Palermo.

Wir kämpfen uns um eine Baustelle herum und gelangen in das ehemalige Klosterareal. Der Straßenlärm ist im Klostergarten nur noch gedämpft zu hören und sofort fällt die Hektik ab. Eine grüne Insel der Ruhe im Häusermeer der dichtbebauten Innenstadt.

Die Chiesa San Giovanni degli Eremiti, wie sie auch genannt wird, hat eine wechselvolle Geschichte erlebt. Als Kirche vom Papst im 9. Jahrhundert errichtet, hieß die Anlage Monastero di St. Ermete. Während der arabischen Besetzung war es ein islamisches Gebetshaus. Der normannische König Roger II. funktionierte sie wieder zu einem katholischen Gotteshaus um.

Bestechend ist ihre Schlichtheit, reichhaltigen Kirchenschmuck wird der Besucher vermissen.

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Castello di Donnafugata

Castello di Donnafugata liegt erhöht mitten in fruchtbaren Feldern. Mit dem Auto gelangt man über Landstraßen 15 Kilometer von Ragusa zur ehemaligen Adelsresidenz.

Beim Betreten des Geländes ist zu erahnen, wie groß das Landschloss ist. Doch beim Eingang ist auch das Vieh untergebracht und es riecht streng.

Im Schloss ist ein Kostüm-Museum mit sizilianischer Kleidung aus verschiedenen Epochen. Deutlich ist zu sehen, es ging hochherrschaftlich zu. Das steht im Gegensatz zur Bevölkerung, die eher arm war und für die Großgrundbesitzer schuften mussten.

Donnafugata umfasst 122 Zimmer. Besucher bekommen einen guten Einblick in die Verhältnisse vergangener Zeiten.

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Moro-Köpfe in Sizilien

Moro-Köpfe in Sizilien und was es damit auf sich hat. Jeder Tourist sieht an den Souvenir-Ständen die seltsamen Köpfe mit allerlei bunten Verzierungen. Doch warum gibt es so viele verschiedene Variationen von ihnen zu kaufen.

Hinter dem Moro-Kopf steckt eine dramatische Geschichte von Liebe, Eifersucht, Rache und Tod und die soll sich schon um das Jahr 1000 in der Zeit der arabischen Herrschaft zugetragen haben.

Ein schönes Mädchen wurde auf ihrem blumengeschmückten Balkon von einem Mohren entdeckt und er entbrannte in Liebe. Sie erhörte ihn und sie gaben sich der Liebe hin. Doch er wollte sie verlassen und in seine Heimat zurückkehren. Das betrogene Mädchen sann nach Rache.

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Normannen-Palast in Palermo

Normannenpalast mit Capella Palatina in Palermo

Normannenpalast mit Capella Palatina in Palermo ist für Sizilien-Besucher ein absolutes Muss. Wo kann man besser die Pracht und Errungenschaften der Normannen-Könige des 12. Jahrhunderts sehen als hier.

Herausstechend ist die Hofkapelle Palatina. Beim Betreten bleibt einem die Luft weg und die Augen sind vom vielen Gold der Mosaike und der Kunst geblendet. Wer in Ravenna oder in Istanbul in der Hagia Sophia war, fühlt sich daran erinnert. Alle Besucher gehen langsam mit offenen Mündern und die Blicke an die Decke gerichtet mit Staunen durch die Kapelle.

Im Palazzo Reale befindet sich auch die Regierung von Sizilien.

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