Lucca in der Toskana ist von einer mächtigen Mauer geschützt. Geparkt wird außerhalb und innerhalb ist die komplette Altstadt versammelt. Der über vier Kilometer lange Verteidigungsring bietet heute eine prima Aussicht auf Gassen, Gärten, Paläste und Kirchen.
In der Stadt pulsierte der Handel, denn wichtige Handelswege führten durch den Ort, ebenso wie Pilgerwege. Das belegen die mit weißem Marmor verkleideten Fassaden der Kirchen. Hier floss Geld in die Stadt.
Vermutlich von den Etruskern gegründet, wobei der Name vom keltischen Wort «Luk» deutsch «sumpfiger Ort» abstammen soll. Sicher ist die römische Einnahme der Stadt und deren Erweiterung. Die Mauer entstand erst im Mittelalter und musste nie einem Angriff standhalten.
Inhaltsverzeichnis
- Der Dom von Lucca
- Lucca in der Toskana und die Basilika der Bürger
- Puccini ist in Lucca geboren
- Die Mauer um Lucca
- Sehenswertes in der Luccas Umgebung
- Übrigens:
- Weitere Informationen:
Der Dom von Lucca
Der Dom ist der Monumentalbau in der Stadt und fasst zur Gänze mit Marmor verkleidet. Das ist deutlich am Turm zu erkennen, an dessen unterem Teil der Stein zu sehen ist.
Vor dem Betreten des Doms lohnt es sich, die Arkaden genauer zu betrachten. Auffällig ist die Figur des Heiligen Martins auf dem Pferd und ein Bettler schaut bittend zu ihm hinauf.
Doch das für mich interessanteste Detail ist rechts an der Wand das eingeritzte Labyrinth. Das hat einen erschütternden Hintergrund. Zum Tode Verurteilte bekamen die Chance, ihr Leben zu retten. Das allerdings nur, wenn sie auf Anhieb den Weg ins Zentrum des Labyrinths fanden. Ob das jemals klappte, ist leider nicht zu erfahren. Vielleicht waren Ganoven so schlau, vorher den Weg gründlich zu üben.
Wer die Kirche besucht, kommt am Sarkophag von Illaria del Caretto, der früh verstorbenen, zweiten Ehefrau des Herrn von Lucca nicht vorbei. Das Grabdenkmal aus Marmor aus dem 15. Jahrhundert zeigt sie in ihrer Schönheit. Am Fußende blickt ein Hund neugierig hervor, der eheliche Treue symbolisierte.
Der Dom wirkt mächtig und die Decke ist bemalt. Sie erweckt den Eindruck eines Nachthimmels mit Sternen.
Lucca in der Toskana und die Basilika der Bürger
Die Piazza San Michele ist das Zentrum und irgendwie führen alle Wege durch die engen Gassen letztlich dorthin. Auf dem ehemaligen römischen Forum kreuzten sich die Hauptstraßen. Später fanden hier die Geschäfte der Händler statt.
Lucca hatte sich zur Seidenmetropole Europas entwickelt und der Handel mit Blattgold und Brokat florierte.
Die San Michele Basilika am Platz zeigt den Reichtum mit der Marmorverkleidung der Fassaden. Um tausend wurde sie erbaut, mehrmals erweitert und den veränderten Bedürfnissen angepasst. Bemerkenswert ist, dass sie von den Bürgern in Auftrag gegeben und bezahlt wurde und nicht vom Bischof.
Am Platz befindet sich die historische Pasticceria Buccellato, in der es die traditionelle Spezialität Süssbrot mit Rosinen und Anis zu kaufen gibt oder man sucht sich einen Platz und probiert die vielen anderen Köstlichkeiten.
Puccini ist in Lucca geboren
Der berühmte Opern-Komponist Giacomo Puccini wurde 1858 in der Stadt geboren. Sein Vater war Leiter der Stadtkapelle und Dom-Organist und Giacomo wuchs mit Musik auf. Das Geburtshaus mit vielen Theater-Kostümen ist zu besichtigen.
Die Bronze-Statue steht in der Nähe. Dort ist Puccini als lässiger Lebemann zu sehen.

An der Piazza San Michele ist auch die Caffeteria Turandot, benannt nach der Oper von Puccini mit leckeren Kleinigkeiten.
Die Mauer um Lucca
Die über vier Kilometer lange Mauer umschließt die Innenstadt vollständig. Sie ist zwölf Meter hoch, unten dreißig Meter breit mit sechs Stadttoren und erbaut von 1504 bis 1645. Die Arbeiten erstreckten sich also über hundert Jahre. Und dieses gewaltige Bauwerk schützte die Lucceser wirklich, denn nie wagten es feindliche Truppen die Stadt anzugreifen.
Der Sage nach soll die schöne Lucida Mansi mit dem Teufel über die Mauer geflogen sein, ehe beide im Teich des Botanischen Gartens verschwanden.
Heute ist die Mauer eine grüne Promenade und die Kirchentürme überragen sie.
Sehenswertes in der Luccas Umgebung
Die Region um Lucca ist durch eine schöne, fruchtbare Landschaft mit Feldern, Weinbergen und Dörfern mit romanischen Kirchen. Dort ließen sich reiche Händler und Adlige ihre Villen für die Sommerfrische erbauen.
- Villa Mansi
- Villa Reale
- Villa Torrigiani
- Villa Grabau
- Villa Bernardini
- Villa Olive
Auf der Straße der Villen um Lucca sind alle zu erforschen.
Übrigens:
Parkplätze befinden sich außerhalb der Mauer und es sind nur kurze Fußwege bis in die Stadt. Zu beachten sind die bezahlten Parkplätze mit blauen Umrandungen, Gratis mit weißen und gelben Streifen für Anwohnerparken.
Die Stadt ist auf Touristen eingerichtet und der Besuch absolut sehenswert.
Weitere Informationen:
Pasticceria Buccellato Taddeucci
Puccini Museum, Corte de Lorenzo 9, 55100 Lucca, Tickets in der Buchhandlung, Piazza Cittadella 5













