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Das Lutherhaus in Wittenberg

Das Lutherhaus in Wittenberg liegt in der Innenstadt in einem restaurierten Altbau. Hier können Besucher auf den Spuren des Reformators wandeln und ihm nachforschen. Das Haus vermittelt einen Eindruck von der Lebensweise im 16. Jahrhundert. Hier wohnte er über 35 Jahre lang und revolutionierte die Christenheit.

Die katholische Kirche bekam Konkurrenz und musste über neuen Ideen diskutieren und Widerstände mündeten später in den verheerenden 30-jährigen Krieg von 1618 bis 1648.

Das Lutherhaus in Wittenberg gehört zum UNESCO Welterbe

Das Lutherhaus in Wittenberg – ein Bild von Martin Luther

Im Lutherhaus, dass vormals als Augustinerkloster erbaut wurde, arbeitete Martin Luther (1483 – 1546) zunächst als Mönch und später als Gegenspieler des Papstes in Rom. Hier verfasste er seine Ideen und hielt Studenten aus ganz Europa Vorlesungen. Manche Studenten wohnten im Haus und waren bei den Mahlzeiten dabei.

Das Gebäude erscheint sehr mächtig und für eine Wohnhaus sehr groß. In der Mitte ist ein geräumiger Innenhof für die nötigen Arbeiten und zum Spielen der Kinder. Dabei ist zu bedenken, dass etliche Personen im Haushalt mitwirkten wie zum Beispiel Köchinnen, Küchenhilfen und Mägde zum Feuermachen und Putzen. Außerdem machten die Haushalte damals viel selbst wie etwa Bierbrauen, Brotbacken oder Sauerkraut. Diese Tätigkeiten erforderten Platz.

lutherhaus, © LutherMuseen, Tomasz Lewandowski
Lutherhaus, © LutherMuseen, Tomasz Lewandowski

In der Lutherstube ist sein Arbeitsbereich zu sehen und mit viel Holz gemütlich eingerichtet. Natürlich darf ein Kaminofen nicht fehlen, denn in der Kälte lässt sich schlecht nachdenken und schreiben. Seine Schriften hatten wegen des neuen Buchdrucks immensen Erfolg und viele Menschen erfuhren von seinen Ideen. Im Haus fanden auch Versammlungen seiner Mitstreiter wie zum Beispiel Lucas Cranach und Philipp Melanchthon statt. Man kann vom Networking der Gleichgesinnten sprechen. Noch heute gedenken evangelisch geprägte Landstriche mit dem Reformationstag am 31. Oktober dem Reformator.

Katharina von Bora, Ehefrau und pfiffige ehemalige Nonne

Katharina von Bora, Ehefrau von Martin Luther, Statue im Innenhof des Lutherhauses

Seine Frau Katharina von Bora, eine ehemalige Nonne, gebar ihm vier Kinder und führte den Haushalt und hielt das Geld zusammen. Tüchtig vermietete sie die Wohnungen an Studenten und besserte so die schmalen Einkünfte von Luther auf. Ihr zu Ehren ist eine Statue im Innenhof aufgestellt und deren Gesichtszüge zeugen von Energie und Durchsetzungskraft.

Weitere Informationen: Lutherhaus, Collegienstraße 54, 06886 Wittenberg, Sachsen-Anhalt

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