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Das Künstlerdorf Worpswede

Das Künstlerdorf Worpswede liegt knapp 30 Kilometer von der Hansestadt Bremen entfernt. Worpswede ist auch mit dem Bus von Bremen aus gut zu erreichen. Seine überregionale Bedeutung errang Worpswede durch den Zuzug von renommierten Künstlern im 19. Jahrhundert. Sie eiferten der ersten freien Künstlerkolonie bei Paris nach. Sie wollten aus der Enge der Städte heraus. Sie malten unter freiem Himmel und suchten ihre Motive in Worpswede oder der nahen Umgebung.

Fritz Mackensen besuchte als junger Kunststudent Worpswede. Ihm gefiel es dort ausgesprochen gut und schnell folgten „Kollegen“, wie Otto Modersohn und Hans am Ende. Fritz Overbeck, Heinrich Vogeler, Carl Vinnen, Paula Becker, die später Otto Modersohn heiratete, und Bernard Hoetger schlossen sich an. Nun nannte man sich in Worpswede Künstlerdorf und erlangte Bekanntheit in der Kunstszene Europas. Und der hält bis heute an, denn inzwischen leben 140 Künstler und Kunsthandwerker im Ort.

Das Künstlerdorf Worpswede – Ausflugstipp

Das Künstlerdorf Worpswede

Das eigentliche Wahrzeichen des Künstlerdorfes Worpswede – der lachende Buddha von Bernhard Hoetger

Zahlreichen Museen, Boutiquen, kleine Läden und Gastronomie bieten Besuchern Erlebnisse der besonderen Art. Natürlich dürfen Theater, Konzerte oder eine Fahrt im nostalgischen Moorexpress oder mit dem Torfkahn nicht fehlen.

An Museen herrscht kein Mangel. Die alle an einem einzigen Tag zu besichtigen, ist auch für Kunstinteressierte sehr ambitioniert.

  • Große Kunstschau im Zentrum von Worpswede bietet einen sehr guten Überblick über die alten Künstler.
  • Worpsweder Kunsthalle – aus der ehemaligen Kunsthandlung entstand ein Museum. Neben den alten Worpsweder sind Werke der zeitgenössischen Kunst und Kunsthandwerk zu entdecken.
  • Der Barkenhoff ist wohl das bekannteste Gebäude in Worpswede. Hier wohnte Heinrich Vogeler. Im Haus ist Vogelers Werk als Architekt, Grafiker, Designer und Maler zu sehen.
  • Haus im Schluh beherbergt die Werke Heinrich Vogelers. Früher wie heute dient es als Unterkunft mit Zimmern und Ferienwohnungen.

Sehenswertes in Worpswede

Das Künstlerdorf Worpswede

Das Café Verrückt im Künstlerdorf Worpswede von Bernhard Hoetger

Wer sich für Kunst nicht so sehr interessiert, findet etliche andere und manchmal skurrile Sehenswürdigkeiten.

    • Das Café Verrückt oder Kaffee Worpswede gleich neben der Kunstschau ist im Moment leider wegen Renovierung geschlossen. 1925 von dem Architekten Bernhard Hoetger entworfen und gebaut, 1927 eröffnet. Er nutzte es als Ausstellungsraum für Worpsweder Künstler mit Café. Das Gebäude lohnt einen genauen Blick. Es ist völlig ohne Schrauben und Nägel gebaut. In jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken.
    • Direkt vom Parkplatz im Zentrum Worpswedes auf dem Weg zur Kunstschau und zum Café Verrückt steht der „Bonze des Humors“. Es ist eine Großplastik von Bernhard Hoetger. Beim Betrachten muss man unwillkürlich lachen, denn der Buddha grinst zufrieden und ansteckend. Dabei hält er sich den stattlichen Bauch. Seine Füße sind aneinander gelehnt. Er strahlt pure Lebensfreude aus.
Das Künstlerdorf Worpswede - Barkenhoff

Blick vom Barkenhoff in den Garten

    • Im malerischen Barkenhoff ist heute das Heinrich-Vogeler-Museum untergebracht. Der junge Vogeler kaufte eine alte Bauernkate. Mit Geld aus einer Erbschaft baute er die nach und nach in eine repräsentative Jugendstilvilla mit Garten um. Hier hatte er sein Wohnhaus und sein Atelier. Hier trafen sich die Künstler der ersten Generation in Worpswede. Es war damals im eher bäuerlich, ärmlichen Worpswede eine Sensation und zog Touristen an.
    • Etwas außerhalb steht monumental der Niedersachsenstein von Bernhard Hoetger entworfen und gebaut. Er verantwortet gemeinsam mit seinem Mäzen Ludwig Roselius auch die Böttcherstraße in Bremen. Früher war der Niedersachsenstein weithin sichtbar. Heute dagegen liegt er im Wald versteckt. Ursprünglich als Siegesmal begonnen, ist er heute ein Erinnerungsmal für gefallene Soldaten. Ein Adler aus Backsteinen, der mit ausgebreiteten Flügeln sich gleich emporzuschwingen scheint.
Die Käseglocke im Künstlerdorf Worpswede

Die Käseglocke liegt versteckt im Wald – malerischer Ort

  • Die Käseglocke ist wie ein Rundhaus einem Iglu ähnlich gebaut. Edwin Koenemann, der erste Gästeführer in Worpswede, nutzte es als Wohnhaus. Nach dessen Tod lebte seine Witwe noch bis 1993 darin. Nach langer Renovierung ist es heute ein Museum und steht unter Denkmalschutz. Das Haus hat nur einen Durchmesser von zehn Metern, ist zweistöckig und hat eine Wohnfläche von 130 Quadratmetern. Es enthält Einrichtungsgegenstände unter anderem von Heinrich Vogeler und Bernhard Hoetger. Wer nicht in die Ausstellung im Innern möchte, erforscht den skurrilen Garten näher. Hier gibt es Winkel und geschlungene Wege, die Kurioses eröffnen. Das ganze Grundstück ist im Wald eingebettet. Eine kleine Pause auf eine der Bänke lässt Ruhe und Kreativität spüren. Von der Straße aus geht ein Waldweg dorthin und ist nur zu Fuß zu erreichen.

Weitere Informationen:
Tourist Info Worpswede und das Teufelsmoor, Bergstr. 13 im Philine-Vogeler-Haus, 27726 Worpswede
Internet: https://www.worpswede-touristik.de/service/oeffnungszeiten/

2 Gedanken zu „Das Künstlerdorf Worpswede

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