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Was machte Casanova in Wolfenbüttel?

Was machte Casanova in Wolfenbüttel? Giacomo Casanova (1725 – 1798), bekannt als Abenteurer, Lebemann und Frauenversteher und weniger bekannt als Schriftsteller, Jurist und Priester, wohnte acht Tage in Wolfenbüttel.

Aus unerfindlichen Gründen musste er verschwinden und besuchte die kleine Stadt. In der befand sich die umfassende Herzog August Bibliothek. Er verbrachte eine Woche zwischen Büchern und übersetzte dabei eine Schrift in die italienische Sprache.

Was machte Casanova in Wolfenbüttel? Lesen und übersetzen

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Was machte Casanova in Wolfenbüttel?

Casanova war in Venedig geboren. Seine Mutter arbeitete als Schauspielerin. Er studierte Recht und erwarb seinen Doktor. Seine Großmutter wollte aber lieber einen Priester als Enkel. Deshalb ließ er sich zum Priester weihen. Doch bevor es richtig ernst wurde mit dem Zölibat, täuschte er während einer Predigt auf der Kanzel einen Ohnmachtsanfall vor. Wegen gesundheitlicher Probleme, die er wirklich hatte, gab er die Kirchen-Karriere auf.

Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Hauslehrer. In Venedig trat der ins Heer ein und wurde Fähnrich. Nebenbei spielte er im Theater-Orchester Geige. Doch damit war bald Schluss, denn die venezianische Staatsinquisition war auf ihn aufmerksam geworden. Sie verhafteten ihn und klagten ihn an wegen Schmähungen gegen die Heilige Religion, Freimauerei, ungenehmigte Bekanntschaft mit Ausländern, Geldverschwendung. Er kam in die Bleikammern. Fünfzehn Monate später flüchtete er und reiste durch ganz Europa. Eine gewisse Berühmtheit erlangte er, weil Casanova ein Buch über seine Flucht schrieb.

Er verdingte sich an europäischen Höfen. Sein Leben ging ähnlich dramatisch fort mit Duellen, Geldnöten und beständigem Schreiben.

Ja, und für Woche hielt er sich in Wolfenbüttel auf. Er logierte im Haus, in dem auch der spätere König von Spanien vor seiner Hochzeit wohnte. Das Haus ist gut an der goldenen Krone mit der Inschrift zu erkennen. Casanova war den Fürsten zeit seines Lebens sehr nah. Laut eigener Aussage hat er hier die glücklichsten Tage seines Lebens verbracht.

www.wolfenbuettel.de

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