Oldenburger Wallmuseum ist während eines Urlaubs an der Ostsee-Küste einen Ausflug wert. Mitten in der Stadt Oldenburg in Holstein liegt das Freilicht-Museum. Hier lebten vor etwa 1000 Jahren die Slawen in «Starigard» und trieben regen Handel. Zahlreiche archäologische Funde und Rekonstruktionen von Häusern und Werkstätten zeigen umfassend die Kultur.
Das Freilichtmuseum ist prima mit allen notwenigen Dingen, die Touristen so benötigen wie Lagepläne mit allen wichtigen Stationen, ausgestattet. Besonders die Dame an der Kasse erzählte mit einer Engelsgeduld jedem Besucher die aktuell tätigen Handwerker, wie zum Beispiel Leder stanzen, Bernstein schleifen oder mit Pfeil und Bogen schießen. Dazu erhielt jedes Kind ein Blatt zur Spurensuche und als Belohnung am Schluss ein kleines Überraschungspräsent. Besser kann ein Besuch nicht beginnen.
Oldenburger Wallmuseum ist eine Zeitreise ins Mittelalter
Die Anlage erzählt viel über die Geschichte dieses Ortes. Innerhalb der Wallanlage traten während einiger Grabungs-Kampagnen Reste der ehemaligen Burganlage und Fürstenhof, Bischofskirche und einem heidnischen Heiligtum zu Tage.
Gefundene, rekonstruierte und nachgearbeitete Gegenstände zeigen in den beiden großen Ausstellungs-Häusern das Leben und Arbeiten der Bewohner.
Die Werkstätten sind in den typischen Hütten neu erstellt. So gibt es zum Beispiel eine Jägerhütte, Fischerhütte, Backhaus, Wohnhaus, Specksteinschnitzerei, Weberhütte, Kräuterhütte, Hafenschänke und Knochenschnitzer-Hütte, in der Werkzeuge und Schmuck aus Knochen entstanden.
Besonders interessant fand ich den Färbergarten, indem Pflanzen zum Färben von Stoffen wachsen. Leider standen dort keine Schilder mit den Namen der Pflanzen. Deshalb gaben mir die Pflanzen Rätsel auf, um welche Färberpflanzen es sich handelte. Im Shop gibt es zu diesem Aspekt Bücher mit vielen Abbildungen.
Mit Pfeil und Bogen schießen und Bernstein schleifen
An unserem Besuchstag in den Sommerferien waren Ehrenamtliche beim Bogen schießen, Bernstein schleifen und Leder stanzen, sowie Nähen von Ledertäschchen dort und arbeiteten in ihren jeweiligen Hütten. Gekleidet waren sie in der typischen Kleidung jener Zeit.
Solche Aktionen sind natürlich für Erwachsene sie Kinder überaus spannend. Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag können die erstellten Gegenstände mitgenommen werde.
Diese Unterbrechungen beim Spaziergang durch das Freilichtmuseum sind kurzweilig sowie informativ und lassen ausführlich eintauchen in das Leben im Mittelalter.
Ferienprogramme im Wallmuseum Oldenburg
Das Aktivitätenprogramm insbesondere in den Ferien ist reichhaltig gestaltet. In den Monaten Juli und August ist auch am Montag geöffnet, sodass Urlauber nicht vor verschlossenen Türen stehen. An jedem Tag gibt es Möglichkeiten zum praktischen Erleben von mittelalterlichen Techniken in einer Slawensiedlung. Termine sind auf der ausführlichen Webseite und in Prospekten von den Touristen-Informationen zu finden. Hunde dürfen mitgebracht werden.

Zum Abschluss unseres ausführlichen und kurzweiligen Besuches gab es ein kühlendes Eis im schattigen Garten beim Museumsladen.
Weitere Informationen:
Oldenburger Wallmuseum, Professor-Struve-Weg 1, 23758 Oldenburg in Holstein
Öffnungszeiten: April – Oktober Di – So 10 – 17 Uhr, Juli – August Mo – So 10 – 17 Uhr, November – März geschlossen, montags ist die Gastronomie geschlossen










