Rotspon

Rotspon ist ein Rotwein

Rotspon ist ein Rotwein der ganz besonderen Art. Zwar in Frankreich hergestellter Bordeaux-Wein wird mit einem Schiff in eine norddeutsche Hansestadt, wie Bremen, Hamburg, Rostock oder Lübeck transportiert und dort eine Weile in Fässern gelagert. Dadurch bekommt er einen exquisiten Geschmack, über den sich sogar Napoleon während der Besetzung von Lübeck wunderte aber ihm vorzüglich mundete.

Dieser Wein erhielt den plattdeutschen Namen „Rotspon“, roter Wein in einem Holzfass, und besonders in der kalten Jahreszeit ist dieser Rotwein sehr schmackhaft und wird gern getrunken.

Rotspon ist ein Rotwein aus Bordeaux

Rotspon ist ein Rotwein

Als Napoleons Soldaten im Jahre 1806 die Weinkeller der Hanse-Städte durchsuchten, fanden sie zu ihrer Freude Rotwein aus der Heimat. Beim Kosten stellten sie allerdings fest, dass der hier gelagerte Wein viel besser schmeckte als zu Hause.

Rotspon aus dem Fass in Flaschen abgefüllt

Woher kam dieses Phänomen?

Lübeck handelte mit Salz unter anderen aus Lüneburg und das brauchten die Heringsfischer an der Atlantik-Küste zum Haltbarmachen. Lübecker Schiffe brachten ihre Salzfracht an die französischen Küsten und nahmen auf dem Rückweg Fässer gefüllt mit Rotwein mit. Dadurch und die anschließende Lagerung in küstennahen Orten entwickelte sich der außergewöhnliche Geschmack, den selbst Weinkenner wie Franzosen erstaunten.

Hansestadt Lübeck und Rotspon

Die pfiffigen Kaufleute der Hansestädte witterten lukrative Geschäft und füllten den begehrten Rotspon in Flaschen ab und verkauften ihn in ganz Europa.

Er wurde sogar so bekannt, dass der Schriftsteller Thomas Mann Rotspon in seinem Roman „Die Buddenbrooks“.

In gut sortierten Weingeschäften ist Rotspon zu erhalten und eine Geschmackstest allemal wert.

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