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Gedenkstätte Berliner Mauer

Gedenkstätte Berliner Mauer oder Berlin Wall Memorial ist ein Besuchermagnet. Nicht nur Schulklassen besuchen den erhaltenen Grenzstreifen der ursprünglichen Zonengrenze, sondern auch nationale und internationale Touristen.

An diesem Ort ist hautnah zu erleben, wie und wo die Zonengrenze zwischen Westdeutschland und der DDR verlief.

Nach der Grenzöffnung hieß es, weg damit. Doch Stiftungen kümmerten sich um Gebäude und Anlagen.

Heute strömen Besucher an diese Orte und schauen sich meist schweigend und betroffen um. Beim Begehen der Anlagen und Lesen der Hinweistafeln ist das Grauen der Grenze zwischen Ost und West vollends zu erfassen.

Ein Wachturm ragt heraus. Dort standen die Grenzsoldaten und behielten den Streifen im Blick. Und schossen auch, wenn jemand die Flucht wagte.

Auf erhöhten Podesten im Westen standen die Menschen und hielten Ausschau nach ihren Verwandten im Osten.

Gedenkstätte Berliner Mauer Bernauer Straße

Gedenkstätte Berliner Mauer

Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße – Berlin Wall Memorial

Mitten durch ein Wohngebiet verlief die Grenze. Was im Wege stand, wurde kurzerhand abgerissen und ein Streifen planiert. Straßen wurden zu Sackgassen. Es ist kaum fassbar, welche Verhältnisse damals herrschten.

Die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße ist der einzige Ort, an dem Tiefenstaffelung des Grenzsperrsystem noch zu sehen ist. 1,4 Kilometer der einst 155 Kilometer langen Mauer um West-Berlin ist noch erhalten und wird gepflegt. Fotos verstärken noch die Eindrücke.

Und jeder Besucher ist heilfroh, dass die Grenze endlich ins Reich der Geschichte gehört. Unzählige Menschen sind hier gestorben bei Versuchen, über die Grenze in den Westen zu gelangen. Wer es über die Mauer schaffte, den erwartete ein Netz aus Spitzen nach oben zeigenden Nägeln. Man mag es sich gar nicht vorstellen, welches Leid die Menschen erwartete.

Gedenkstätte Bernauerstrasse

Nagelgitter im Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Bernauer Straße

Die rostigen Metalldrähte zur Verstärkung des Betons sind im Mauerrest zu sehen.

Vom Turm des Dokumentationszentrums eröffnet sich das volle Ausmaß des einstigen Grenzverlaufs. Nun ist auch zu sehen, wie nah der Grenzbereich an den Wohnhäusern lag.

Einer der Geisterbahnhöfe in Berlin – der Nordbahnhof – befindet sich auch auf dem Areal.

Weitere Informationen:
Gedenkstätte Berliner Mauer, www.berliner-mauer-gedenkstaette.de, Außenausstellung, Dokumentationszentrum, Bernauer Straße 111, 13355 Berlin,
Öffnungszeiten 10 bis 18 Uhr, Montag geschlossen

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