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Internationaler Jogging-Hosen-Tag

Internationaler Jogging-Hosen-Tag oder auch Sweatpantsday genannt ist jedes Jahr am 21. Januar. An diesem Tag geht es um die bequemen Beinkleider, die nicht nur zum Sport getragen werden. Bei manchen Menschen kommen sie sogar täglich zum Einsatz, weil sie nicht drücken und oft preiswert sind. Für andere gelten sie als Schlabberlook, Modesünde und als Ausdruck von Schludrigkeit.

Die typischen Strickbündchen waren und sind das unverwechselbare Kennzeichen der Sport- und Freizeithosen.

Internationaler Jogging-Hosen-Tag und die Idee

Internationaler Jogging-Hosen-Tag am 21. Januar, Foto: pixabay-simone holland

2009 riefen in Österreich die Gymnasiasten Matthias, Alex und Martin den Tag der Jogginghosen aus. Anhänger der verpönten Hose wurden aufgerufen, an diesem Tag eine Jogginghose zu tragen. Der Tag hatte viel Erfolg und seitdem wird dies jedes Jahr gefeiert. Fans der Jogginghose tragen dann eine Jogginghose und Chefs müssen das ungewohnte Outfit erdulden. Jogginghosen-Produzenten und Geschäfte machen da gerne mit und bieten Schnäppchen an.  Manche Party-Veranstalter zelebrieren eine Jogginghosen-Party.

In den Sozialen Medien erlebte dieser Tag ungeahnte Follower-Zahlen und Klicks. Eigentlich ist das Tragen der Sporthose in der Öffentlichkeit tabu oder in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens schlichtweg verboten. Und doch sind in fast jedem Kleiderschrank zumindest eine, wenn nicht gar mehrere zu finden.

Die Beliebtheit der Sporthose erstreckt sich über alle Altersgruppen und ist nicht nur für hippe Jugendliche. Mit den typischen Figur-freundlichen, elastischen Bündchen sind so manche zusätzlichen Kilos auf den Hüften gut zu ertragen.

Die Geschichte der Jogginghose

Sporthosen, Foto: pixabay-engin akyurt

Die Kult-Hose ist etwa hundert Jahre alt. Der Gründer einer französischen Sportartikelfirma Émile Camuset brachte 1920 eine einfache gestrickte Jersey-Hose auf den Markt. Sportler hatten damit genügend Bewegungsfreiheit und konnten auch in der kalten Jahreszeit trainieren. Als Bekleidung vor, während und nach dem Sport sollte sie warmhalten.

So richtig in den Fokus sportlicher Verbraucher geriet sie erst in den 70er Jahren. Die Materialien und die Schnitte änderten sich. Und plötzlich befassten sich Modeschöpfer mit der Schlabberhose. Heute sind sie oft sehr schick und Sänger sowie Sängerinnen tragen sie selbstbewusst in Musik-Videos. Stars und Sternchen wie Spice Girls oder Eminem zeigten sich mit legeren Jogginghosen auf den Bühnen und machten das Outfit damit populär.

Im Zuge der Laufbewegung, dem Joggen, mutierte die Trainingshose zur Jogginghose vom englischen „jog“ Trab. Sie entwickelte sich vom Sport-Outfit zum Freizeit-Dress, ist stylisch, salonfähig und durchaus im Straßenbild zu sehen. Inzwischen gibt es viele Modelle mit engen Hosenbeinen, bunten Aufdrucken oder aus glänzenden Stoffen. Trotz des proletarischen Images ist die bequeme Schlupfhose geliebt und hat es sogar zu einem Gedenktag gebracht. Wer spricht da noch von Modesünde?

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