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Eine rasante Fahrt im Tragflügelboot

Eine rasante Fahrt im Tragflügelboot von St. Petersburg zum Peterhof ist sehr spannend. Am Anleger in der City liegen die Boote im Paket am Kai. Wir müssen über mehrere Boote steigen, um in unseres zu gelangen. Dabei gelingt es, einen Blick durch ein großes Fenster auf ein vorbereitetes Frühstück zu erhaschen. Es besteht aus einer Flasche Sekt, eine Flasche Wasser und einer Flasche Wodka. Dazu gibt es Kaviar und Bananen, also echt russisch.

Es gibt genügend Plätze in den bequemen Sitzen auf dem Boot. Der Begriff Boot ist untertrieben, denn es handelt sich hier um ein Hightech-Schiff. Auch ist der Raum für die Fahrgäste überdacht, denn der Wind weht wegen der hohen Geschwindigkeit heftig während der Überfahrt. Man fühlt sich wie im Flugzeug.

Eine rasante Fahrt im Tragflügelboot entlang der Skyline von St. Petersburg

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Russisches Frühstück auf dem Tragflügelboot

Die Sonne scheint stechend durch die großen Fenster und weiße Gardinen versuchen, das Licht fernzuhalten. Eine bessere Aussicht auf die Skyline von Sankt Petersburg bietet das Vordeck. In windgeschützten Ecken stehend, sind die Eremitage, die Rostra-Säulen, das Fußball-Stadion, in dem Spiele der Weltmeisterschaft stattfanden, und die Wolkenkratzer zu sehen. Eine Stadtbesichtigung per Schiff.

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Fußball-Stadion – hier fanden Spiele der Weltmeisterschaft statt

Eines dieser schnellen Tragflügelboote rauscht an uns vorbei, die Schiffsnase aus dem Wasser gereckt. Es erzeugt kaum Wellen. Es fliegt geradezu übers Wasser in einer gekennzeichneten Fahrrinne. Andere Schiffe kommen uns entgegen. Sie lieferten ihre menschliche Fracht am Anleger des Peterhofs schon ab und nehmen in der Stadt die nächsten auf.

Eine rasante Fahrt im Tragflügelboot

Eine rasante Fahrt im Tragflügelboot von Sankt Petersburg zum Peterhof

Am Kanal zum Peterhof

Beim Anleger ist der Ausstieg und hier befindet sich die Kasse. Es stehen Kontrolleure und Wachmänner bereit und taxieren die Ankommenden genau.

Nach den Kontrollen geht es auf einem langen Weg entlang eines Kanals zur Sommerresidenz Peterhof. Dieser Kanal ist extra für Peter den Großen erbaut worden. Denn so konnte er vom Palast mit seinem Segelboot ins offene Meer, den Finnischen Meerbusen, segeln.

Eine rasante Fahrt im Tragflügelboot

Eimer und Feuerlöscher auf dem modernen Tragfügelboot

Über den Kanal spannen sich nun einige Brücken, die zu Peters Zeiten noch nicht vorhanden waren. Spätere Zaren frönten wahrscheinlich nicht mehr dem Segelsport. Nach der Revolution waren die Paläste der Herrscher und Mächtigen fürs Volk geöffnet. Und es gab Ruderboote, die die Besucher vom Meer zum Peterhof transportierten. Moderne Tragflügel-Boote bieten da schon mehr Komfort. Und der alte Schwimmreifen und der rote Eimer sind wohl Relikte aus alten Zeiten.

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