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Metro in Sankt Petersburg

Metro in Sankt Petersburg sind Paläste des Volkes, so wollte es Stalin. Unter großen Schwierigkeiten wurde die Linie 1 mit acht Stationen gebaut und 1955 eröffnet. Der Untergrund von St. Petersburg ist moorig und die Arbeiter mussten tief graben, um auf festen Untergrund zu stoßen. Deshalb ist die Metro auch die tiefste der Welt. Die Rolltreppen sind über 100 Meter lang und damit länger als die in der Elbphilharmonie.

Für eine Fahrt ist eine Metro-Münze nötig, die nur in den Metro-Stationen erhältlich ist. Der Fahrpreis ist sehr günstig. Als Tourist kann man an jeder Station aussteigen und sich umschauen. Die Wände und der Fußboden sind aus weißem Marmor. Die grauen Marmorplatten kommen aus Karelien, eine Provinz im Norden. Manche Pfeiler sind ganz aus Glas gearbeitet. Da dies die Finanzen überstieg, gibt es davon nur ein paar. Dennoch ähnelt die ganze Metro wirklich einem Palast inklusive Kronleuchter und gilt als eine der weltweit schönsten.

Metro in Sankt Petersburg – unbedingt ansehen

Metro Sankt Petersburg

Metro Sankt Petersburg – Paläste des Volkes

Heute gibt es fünf Linien und bringen die Menschen aus den Vororten zu ihren Arbeitsplätzen. Weitere Strecken sind in Planung. Die Hinweisschilder sind meist auf Kyrillisch und nur ab und an mal Wandkarten mit Linien zu finden. Deshalb sind Pläne nützlich.

Die Ausgestaltung der Metro in St. Petersburg erweckt einen strengen und kalten Eindruck. An den Pfeilern sind oben Skulpturen eingelassen mit Arbeiter- und Bauernmotiven. Manche Stationen sind bunkermäßig ausgebaut, damit Menschen dorthin fliehen konnten. Zur Stalinzeit herrschte der Kalte Krieg und jederzeit hätte der 3. Weltkrieg ausbrechen können.

Metro Sankt Petersburg

Metro Sankt Petersburg – prächtige Tür

Und immer wieder tauchen Zeichen der Sowjetunion auf. Auch Lenin– und Puschkin-Büsten stehen an den Enden der Bahnsteige. Wenn nicht, dann gibt es Mosaike mit Abbildungen von arbeitenden Menschen. Die Zarenherrschaft und die Unterdrückung durch den Adel hatten die Menschen hinter sich gelassen. Nun kann jeder diese Paläste benutzen und das tagtäglich. Und das tun die Menschen auch. Selbst zu den Datschen auf dem Land sind manche mit großem Gepäck unterwegs. Auffällig ist: Es liegt kein zusammengeknülltes Papier auf dem Boden, kein Kaugummi und kein dunkler Fleck verschandelt die Gänge. Super sauber, das sah ich noch nie in einer U-Bahn. Aber nicht nur in den Tiefen herrscht Pracht, sondern auch die Eingänge gleichen denen der fürstlichen Paläste.

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