Ginkgo in Weimar

Ginkgo in Weimar

Ginkgo in Weimar inklusive das Ginkgo-Museum, welches direkt am Markt liegt. Man kommt bei einem Standrundgang zwangsläufig daran vorbei. Im Erdgeschoss ist ein Laden mit Ginkgo-Pflanzen, im Obergeschoss das Museum. Dort gibt es auch Führungen und Verkostungen von Ginkgo-Produkten.

Ginkgo-Bäume haben in Weimar eine lange Tradition und sind überall in der Stadt zu finden. Ginkgo Bäume in Weimar. Der älteste ist 1815 gepflanzt worden und steht in der Puschkin Straße hinter der Musikhochschule gegenüber der berühmten Amalia-Bibliothek. Verantwortlich dafür war der damalige Hofgärtner, der den Baum aus Asien importierte und anpflanzte. Der jüngste wurde 1995 angepflanzt. Die Bäume können ein stolzes Alter erreichen, nämlich 1000 Jahre und älter. In China soll der älteste Baum ungefähr 4000 Jahre sein.

Ginkgo in Weimar – von Goethe geschätzt

Ginkgo in Weimar – im Herbst wunderbare Gelbfärbung der Blätter, Quelle: pixabay

Ginkgo biloba ist ein lebendes Fossil, denn die Urform soll schon vor über 300 Millionen Jahren auf der Ede gewesen sein. Das hängt wohl mit seiner Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten, Insekten, Pilzen, Feuer und Luftverschmutzung zusammen. Deshalb ist er auch ein beliebter Alleebaum, dem die Abgase nichts anhaben können.

In Asien genießt der Ginkgo-Baum geradezu mythische Verehrung. Auch in Europa wächst das Interesse. In der Medizin, in der Kunst und Literatur hat er seinen Platz gefunden. Vielleicht regt die interessante Form der Blätter dazu an, die im Winter abfallen.

Früchte des Ginkgos, Quelle: pixabay

Das Ziehen von Ginkgo-Pflanzen ist keine einfache Angelegenheit. Denn es gibt weibliche und männliche Bäume. Und die ersten Blüten erscheinen erst nach 30 bis 40 Jahren. Also es braucht unendlich viel Geduld. Und sind die Blüten der weiblichen Bäume geöffnet fangen sie die Pollen der männlichen Bäume auf. Und dass braucht es wieder Zeit, denn die weiblichen Bäume lagern den männlichen Pollen erst mal ein. Erst wenn die männlichen Pollen da sind, entwickeln sie Eizellen. Die Früchte sehen aus wie Mirabellen, haben aber einen beißenden Geruch.

Auch Goethe, sesshaft in Weimar, bezog den Ginkgo-Baum in seine botanischen Studien und literarischen Werke ein. Also beim Schlendern durch Weimar öfter nach nach oben schauen und die Bäume genauer ansehen.

Weitere Informationen: Ginkgo Laden und Museum, Windischenstrasse 1, 99423 Weimar, www.ginkgo-museum.de

2 Gedanken zu „Ginkgo in Weimar

    1. hehe Beitragsautor

      Hallo Ulrike,
      danke. Leider sind meine Fotos nichts geworden, deshalb keine eigenen. Schade. Einer steht direkt gegenüber der Amalien-Bibliothek. Hätte ich auch mal schauen können, während der Wartezeit.
      LG Helga

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.