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Völklinger Hütte

Völklinger Hütte im Bundesland Saarland in der Nähe von Saarbrücken ist ein gigantisches Industrie-Denkmal. Das Stahlwerk stammt aus der Blütezeit der Industrialisierung und zeugt von den damaligen harten Arbeitsbedingungen.

Aus Erz und Koks wurde Roheisen gewonnen, der Grundstoff für die Stahlerzeugung. Seit der Stilllegung der Hütte 1986 während der weltweiten Stahlkrise ist nur wenig verändert worden. Nur sichere Wege für Besucher richtete die neue Trägergesellschaft des Stahlwerks ein. Noch immer ist der Geruch von Koks in den teils dunklen Gängen, gesäumt mit Rohren, ist riechen.

Völklinger Hütte ist UNESCO-Welterbe

Völklinger Hütte – Gerät zur Bedienung

Stahl, überall Stahl ist beim Durchwandern der Völklinger Hütte zu sehen. An Decken und Wänden verlaufen dicke und dünne Rohre. Man kann die Arbeit, den Ruß, den Staub und die Hitze sehr gut nachvollziehen. Die verschiedenen Abteilungen erscheinen sehr abgeschlossen und das sollte auch so sein. Es war damals die modernste Anlage ihrer Art weltweit und es steckten viele lukrative Patente im Werk. Wirtschaftsspionage beugte somit der Inhaber vor und kein Arbeiter sollte etwas verraten können.

Völklinger Hütte im Saarland – zwei der sechs Hochöfen

Beim Besuch erscheint einem einfach alles groß. Alter und Rost setzen dem Stahl zu, dadurch gewinnt das Stahlwerk das Flair von einem Lost Place. Verloren kommt man sich allerdings nicht vor und Einzelpersonen und Gruppen strömen in die Hallen und Gängen, aber verlieren sich darin. Die Aussichtsplattform ist fünfundvierzig Meter hoch und wer den Aufstieg geschafft hat, dem eröffnet sich ein einmaliger Überblick über das Werk. Hervorstehen die sechs Hochöfen, in denen Temperaturen von bis zu 2000 Grad herrschten. Wir durchstreiften das Werk an einem heißen Sommertag und schwitzten ohnehin. Man mag sich die Temperaturen dort kaum vorstellen.

Grünes Paradies in der Kokerei

Flora und Fauna erobern das Werk

Aber es gibt auch grüne Flecken zu entdecken. So etwa in der ehemaligen Kokerei, damals einer der mühseligsten Arbeitsplätze. Hier regierten Hitze, Staub und Feuer und Steinkohle unter anderem aus dem Nachbarland Frankreich verwandelte sich in Koks. Denn nur mit Koks aus reinem Kohlenstoff entwickelten sich die hohen Temperaturen. Aber heute siedeln hier Pflanzen und Tiere an und beleben das Industriedenkmal. An einer Stelle gießen Mitarbeiter ein Beet in einem eisernen Bottich.

Völklinger Hütte – saubere Helme, damals sicher nicht

Filme zeigen die Arbeitsverhältnisse und lassen ehemalige Arbeiter zu Wort kommen. Für Tausende war es ein tiefgreifender Einschnitt und ihr Arbeitsplatz war von heute auf morgen weg.

In der Hütte finden auch Veranstaltungen und Ausstellungen statt.

Weitere Informationen: Völklinger Hütte, Rathausstr. 75-79, 66333 Völklingen

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