Sehenswürdigkeiten in Antalya kannte auch der Staatsgründer Kemal Atatürk. Er nannte Antalya „die schönste Stadt der Welt“ und Tourismus-Verantwortliche bezeichnen Antalya als die „Perle der Südküste“.
Die um 200 vor Christus gegründete Stadt erstreckt sich malerisch am Golf von Antalya entlang. Eigentlich hat sie über 600.000 Einwohner, doch mit den vielen Touristen wächst sie in den Sommermonaten zu einer pulsierenden Millionen-Metropole heran.
Strände, Sonne und blaues Wasser locken Besucher aus aller Welt, die am Antalya Airport ankommen. Das ist kein Wunder, denn die Sonne scheint zuverlässig und es gibt ideale Strände. Aber Antalya hat außer Strand und Sonne noch allerlei Interessantes zu bieten.
Inhaltsverzeichnis
- Sehenswürdigkeiten in Antalya und die Altstadt
- Blick über Antalya
- Osmanische Holzhäuser
- Atatürks House and Museum
- Archäologisches Museum
- Antalya Aquarium
Sehenswürdigkeiten in Antalya und die Altstadt
Ins alte Zentrum der Stadt geht es durch das Hadrians-Tor. Das Tor wurde zu Ehren des römischen Kaiser Hadrian (76 – 117) gebaut, als er Antalya einen Besuch abstattete.
Das Tor war Teil der Stadtmauer. Bei Restaurationsarbeiten kam das ursprüngliche Pflaster zum Vorschein. Das zeigt deutlich die Spurrillen von Wagenrädern. Um die antike Straße zu schonen, geht ein Holzweg darüber.
Nach dem Tor geht es durch enge Gassen. Auf einem Platz werden Besucher von der Hadrians-Skulptur begrüßt. Gleich in der Nähe steht der sogenannte Uhrenturm. Er markiert die obere Grenze der Altstadt. Der Uhrenturm gehörte mal zur Stadtmauer und zur Verteidigungsanlage. Die Einschusslöcher sind deutlich zu erkennen und zeugen von zahlreichen Schlachten.
Blick über Antalya
Weiter geht der Spaziergang zu einer Aussichtsplattform. Die bietet einen weiten Blick über die Dächer der tiefergelegenen Altstadt und über den Hafen zum anderen Ufer der Bucht.
Nicht zu übersehen ist das kannelierte Minarett der Yivli-Minare-Moschee, auch Ulu Cami.
Was ist kanneliert?
Der Ausdruck Kannelierung bedeutet Rohr, Furche, Rille, Rinne und die sind bei der Mauerung des Turms eingefügt worden. Es ist ein dekoratives Element von Säulen, Pfeilern oder eben Minaretten und zeugt von der Baukunst der Handwerker.
Das Minarettragt hoch über die niedrigen Dächer. Doch die jetzt roten Ziegel waren einst mit türkisen Kacheln verziert und leuchteten in der Sonne.
Osmanische Holzhäuser
Weiter geht es durch enge Gassen an zum Teil renovierten osmanischen Holzhäusern vorbei. Die alten Häuser waren in der ganzen Türkei verbreitet. Kennzeichen sind die reich verzierten vorspringenden Balkone. Die Holzkonstruktionen hielten Erdbeben stand, anders als heutige Betonbauten. Leider sind solche Häuser im Stadtbild oft verschwunden und mussten modernen Betonhäusern Platz machen.
An zahlreichen Touristen-Shops und Restaurants vorbei geht es durch die schmalen Gassen. Ab und zu ist ein idyllisches, kleines Hotel zu entdecken.
Am Hafen liegen piratenschiff-ähnliche Mehrmaster, die für eine Rundfahrt an der Küste bereitstehen. Aus den Basarstraßen heraus geht es auf eine große, stark befahrene Straße.
Atatürks House and Museum
Das Museum zu Ehren des Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk liegt in der Fevzi Cakmak Street und ist täglich geöffnet. Das Haus liegt etwas abseits von der stark befahrenen Hauptstraße.
Atatürk besuchte Antalya dreimal, 1930, ein Jahr später nochmal und 1935. Seine Aktivitäten während dieser Besuche sind genau notiert.
Am Donnerstag 6. März 1930 traf er in Antalya ein.
Am Freitag begrüßte er die Bewohner der Stadt mit einer Rede vom Balkon des Hauses. Am Nachmittag fuhr er mit dem Automobil durch die Stadt.
Am 8. März segelte er mit der SS Rüsemiye an der Küste entlang und besuchte die Mursi Ranch. Er fuhr über Land zurück und verbrachte einige Zeit an einer Stelle, um den Blick über die Bucht und zum Taurusgebirge zu genießen. Am Rumkus Lara soll er den berühmten Satz gesagt haben: “Antalya, ohne Zweifel ist das der beste Platz in der Welt.“
Am Sonntag besuchte er in Aspendos das antike Theater. Beeindruckt von dem relativ gut erhaltenen Theater veranlasste er die Restaurierung.
Am Montag besuchte er ein Geschäft und schaute sich historische Schriften und einen Koran an.
So gemütlich ging es bei den nächsten Besuchen nicht zu. Er kam 1935 mit einem Kriegsschiff und musste Antalya schnell wieder verlassen.
Das Museum geht über zwei Etagen. Zeitungsausschnitte, Fotografien, Dokumente und der Besuchsraum sind im Erdgeschoss. In der zweiten Etage befinden sich das Arbeitszimmer und der Schlafraum. Banknoten, Münzen und Briefmarken der Türkischen Republik sind in Vitrinen zu sehen. Atatürk genießt nach wie vor große Verehrung in der Türkei.
Archäologisches Museum
Leider ist das Museum aktuell geschlossen und soll abgerissen werden. Auf dem Gelände entsteht wahrscheinlich ein Neubau.
Antalya Aquarium
Das riesige Aquarium ist besonders für Kinder eine Attraktion. Fische und andere Meerestiere schwimmen zwischen nachempfundenen historischen Steinen oder „modernem Müll“, wie zum Beispiel ein verrostetes Flugzeug oder Auto. Rochen fleischfressende Haie oder Muränen fliegen an der Scheibe entlang.
Es finden vielfältige Aktivitäten statt, wie etwa Fütterung der Fische oder Tauchern beim Arbeiten im Aquarium zuschauen. Eine Flaschenfütterung steht ebenso im Programm.
Ein Gang im Tunnel durch das Wasserbecken bietet ein Erlebnis der besonderen Art. Hautnah und trotzdem trocken sind das Meer und seine Bewohner zu erleben.
Und damit nicht genug, denn eine Schneewelt mit Rodeln und Eismuseum ist ebenso zu bestaunen. Und das womöglich im heißen Sommer bei über 40 Grad Celsius.
Ein Kino und ein Wachsfigurenkabinett lassen sich auch besuchen und selbstverständlich ist für das garantiert passende Café oder Restaurant gesorgt.
Durch das sehr umfangreiche Angebot bietet das Aquarium für mehrere Tage idealen Aktivitäten für Groß und Klein.













