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Der Nussknacker

Der Nussknacker ist notwendig, um Nüsse zu knacken. Natürlich können dafür auch die eigenen Zähne benutzt werden, doch besser nicht. Selbst Schimpansen schonen ihre Gebisse und schlagen die harten Schalen mit Steinen auf.

Geschicktere Methoden um an den köstlichen Kern von Para-, Wal- oder Haselnüssen zu kommen, sind Nussknacker. Diese Hilfsmittel gibt es sehr unterschiedlichen Ausgestaltungen. Groß, klein, kunstvoll verziert, aus Holz geschnitzt oder einfach aus Metall gibt es unzählige Modelle.

Der Nussknacker oft nur Dekoration

Der Nussknacker aus dem Erzgebirge

Vor 500 Jahren tauchten die ersten, geschnitzten Nussknacker in Mitteleuropa auf und meist dominierten Figuren der damaligen Obrigkeit wie Soldaten, Gendarmen, Förster oder König. Die armen Spielzeugmacher tauschten gleichsam die Rollen. Sie ließen sich von jenen die Nüsse knacken, denen sie im drangvollen Alltag oft rechtlos gegenüberstanden. Als Nussknacker musste der König für die armen Leute arbeiten.

Das gemütliche Rauchen als Räuchermännchen dagegen wiesen Spielzeugmacher den einfachen Menschen aus ihrem Dorf zu. In DDR-Zeiten waren echte Nussknacker aus dem Erzgebirge gefragte Exportartikel und im eigenen Land knapp. Hauptsächlich Japaner und Amerikaner kauften Sammlerstücke wie auch billige Kopien aus China und Taiwan.

Kinderschreck

ein Fürst muss Nüsse knacken, Quelle: Pixabay

Selbst Golfkrieger mit Sternenbanner und Sturmgewehr und Mickey Maus müssen als Figuren herhalten. Ohne Respekt sind Napoleon, Bismarck und Helmut Schmidt als komische Figuren in Holz erstarrt.

Traditionelle Nussknacker können wohl kaum als Witzfiguren gelten und sie imponieren mit aufgerissenen Augen, gefletschten Zähne und ihrer angespannten Gestalt ohne Hals. Nie waren die hölzernen Figuren einfaches Spielzeug für Kinder und eher als Kinderschreck gedacht.

Ist der Nussknacker häufig nur weihnachtliche Dekoration, wird auf kaum einem Weihnachtsteller eine einfache Metallzange fehlen. Oft verfügt sie über zwei große Mulden für Hasel- und Walnüsse. Südamerikanische Paranüsse werden für den Export nach wie vor mit Nusszangen von Hand geknackt.

einfache Metall-Nussknacker, Quelle: Pixabay

Wohl kaum für harte Nüsse eignet sich die Luxuszange in Form eines Krokodils auf dessen Rücken Halbedelsteine blinken. Dagegen sind schlichte Nussschrauben aus Holz solide Werkzeuge und ein einfaches Holztöpfchen mit einer seitlichen Öffnung für das Gewinde bringen harte Schale zum Bersten. Wenn man sich die ganze Nuss-Knackerei sparen will und Nüsse essen möchte, gibt es bequem Nüsse ohne Schale zu kaufen.

Weitere Informationen: Nussknackermuseum-Neuhausen, Bahnhofstraße 20-24, 09544 Neuhausen bei Seiffen, Erzbebirge

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