Segovia ist eine spanische Stadt in Zentralspanien und liegt auf einem Gebirgsrücken. Der ist etwa 1000 Meter hoch und es ist angenehm kühl. Besonders im Hochsommer, wenn es in Madrid unerträglich heiß ist, lassen sich die Temperaturen hier oben gut aushalten. Die sehenswerte Altstadt mit dem römischen Aquädukt gehört zum UNESCO-Welterbe.
Segovia ist 90 Kilometer von der Hauptstadt Madrid entfernt und über eine Autobahn schnell zu erreichen. Das machen sich wahrscheinlich auch viele Familien zu Nutze, denn wir übernachteten in einem Hotel und sahen Familien, die sich hier zu Feiern trafen.
Inhaltsverzeichnis
- Segovia ist eine spanische Stadt und von den Kelten gegründet
- Sehenswürdigkeiten in Segovia
- Das Aquädukt von Segovia
- Weitere Informationen:
Segovia ist eine spanische Stadt und von den Kelten gegründet
Offiziell gegründet wurde die Stadt um 1000 vor Christus von Herkules der Ägypter. Doch auch ein keltischer Stamm siedelte hier, der eine wehrhafte Burg errichtete und den Römern um 80 vor Christus erheblichen Widerstand leisteten. Das berichteten römische Aufzeichnungen. Die keltische Burg ist verschwunden, doch das römische Aquädukt zieht sich noch heute eindrucksvoll mitten durch die Stadt.
Das enorme Bauwerk brachte frisches Wasser aus den 17 Kilometer entfernten Bergen in die Ortschaft. Genutzt wurde die Wasserleitung noch bis 1974.
Nach den Römern regierten in Segovia die Mauren bis zum 11. Jahrhundert. Nach der Rückeroberung war sie vom 13. bis zum 15. Jahrhundert Königsresidenz.
Leider verlor die Stadt danach ihre Bedeutung und die Bevölkerungszahlen gingen rapide zurück. Inzwischen leben wegen der Landflucht wieder etwa 50.000 Menschen in Segovia.
Sehenswürdigkeiten in Segovia
Die Stadt liegt malerisch auf dem Bergrücken. Die Innenstadt ist nachts angeleuchtet und bietet ein tolles Bild mit der Kathedrale und der Palastfestung. Die Stadtmauer ist noch teilweise erhalten und zieht sich durch die Innenstadt.
Der Alcázar von Segovia ist deutlich an dem markanten Wehrturm über der Stadt zu erkennen. Er wurde nach den Mauren erbaut und diente während des Mittelalters als bevorzugte Festung der kastilischen Könige. Der Alcazar von Segovia entspricht in Bau und Vielzahl der Türme und Wehrbefestigungen den Vorstellungen von einer Burg.
Leider konnten wir den Alcázar wegen Zeitknappheit nicht besichtigen.
Die Kathedrale überragt die Stadt und wurde im 16. Jahrhundert errichtet. Segovia ist der Sitz des Bischofs und dementsprechend prachtvoll ist die Kathedrale ausgestattet.
Das Aquädukt von Segovia
Zum Erstaunen der Touristen, die Segovia besuchen, überragt die Wasserleitung die Stadt. Dieses römische Bauwerk versorgte die Bevölkerung mit frischem Wasser. Die 28 Meter hohen Pfeiler, immerhin 163, beeindrucken. Immer wieder wurde die Wasserleitung ausgebessert und versorgte die Stadt erstaunlicherweise sogar bis 1974 mit sauberem Wasser.
Das Bauwerk besteht aus behauenen Granit-Steinen, die mit antikem Beton verputzt wurden. Es gilt als besterhaltenes Zeugnis römischer Architektur auf der iberischen Halbinsel.
Als Besucher kann man einfach nur staunen, dass mitten im Stadtkern dieses imposante Relikt prangt. Deshalb ist wohl auch der Stadtkern Segovias zum UNESCO-Welterbe ernannt worden.
Schade, dass wir nicht länger in Segovia verbringen konnten, doch Flugstreiks brachten unseren Reiseplan gehörig durcheinander. Deshalb geht es weiter zum El Escorial Richtung Madrid, ebenso ein UNESCO-Weltwerbe.







