Küche in Indien – Die Küche ist so vielfältig und schmackhaft, dass ein kurzer Überblick unmöglich ist. Die indische Küche ist ein Sammelsurium von vielen Einflüssen gepaart mit sehr viel Kreativität.
Die Begriffe variieren in den Landesteilen. Hier kann nur ein sehr oberflächlicher Abriss zu wesentlichen kulinarischen Gerichten und Speisen in der indischen Küche gegeben werden. Schärfe und viele Gewürze bestimmen die meist vegetarischen Gerichte. Fleischgerichte enthalten Geflügel oder Lamm.
Inhaltsverzeichnis
- Küche in Indien – vegetarisch mit vielen Gewürzen
- Indische Speisekarte
- Streetfood harmlos?
- Weitere Informationen:
Küche in Indien – vegetarisch mit vielen Gewürzen
War das Essen doch mal zu scharf, helfen Joghurt-Getränke oder Brot gegen den Brand im Mund. Auch Lassi, das kühlende und salzige Joghurt-Getränk, kann helfen.
Die Bezeichnungen können auf indischen Speisekarten anders sein, so dass diese Liste nur eine grobe Orientierung geben kann.
Indische Speisekarte
Aloo oder alü – Kartoffel
Arrak – Schnaps aus Reis oder Palmsaft
Baati – Vollkornbrot aus mürbeteigähnlichem Teig aus dem Ofen
Bhakri – dünnes Fladenbrot aus Hirsemehl, in der Pfanne gebacken
Bhatora oder Bhatura – Ballonbrot aus Sauerteig, frittiert
Barfi – trockenes Grießkonfekt
Basmati – duftender Reis aus dem Himalaya
Biryani – Reis-Speise aus Nordindien
Bisi-Bele-Reis – Reisgericht aus Südindien
Chana oder cana – Kichererbse
Chapati – trockenes Fladenbrot aus der Pfanne, wirft schnell Blasen und ist innen hohl
Chena – Frischkäse
Chole – Kichererbsen
Chutney – Mark von Tomaten oder Obst, mit Gewürzen und zum Teil mit Zucker eingekocht. Oft sind Fruchtstücke enthalten und sie schmecken süß-pikant oder scharf. Als Beigabe zu Fisch- oder Fleischgerichten werden sie vor allem zu asiatischen Gerichten gegessen.
Curry – ist nur bei uns die Bezeichnung für ein Gewürz. In Indien ist Curry der Name für eintopfartige Gerichte. Das Gewürz wäre dann Currypulver, das dem indischen Masala nachempfunden ist. Das Gewürz besteht aus etwa 13 Zutaten, die aber variieren können. Zutaten: Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel, schwarzer Pfeffer, Bockshornklee. Weitere Gewürze, wie Muskat, Ingwer, Zimt, Nelken und einige andere können enthalten sein.
Dal oder Daal – allgemein Hülsenfrüchte
Dahi – indischer Joghurt
Dosa oder Dosai – dünne, leicht gesäuerte Pfannkuchen aus Linsen- oder Reismehl mit Ghee aus der Pfanne, auch gefüllt mit Masala-Currys
Faluda – Dessert mit Weizennudeln
Garam Masala – Gewürzmischung ähnlich unserem Curry-Pulver
Ghee – geklärte Butter
Idli – feste, runde Brote aus Reismehl
Khakhra – dünnes, Kräcker-ähnliches Fladenbrot mit Gewürzen
Kheer – süßer Grießbrei
Kulcha – gesäuertes, dünnes Weizen-Fladenbrot aus dem Ofen
Lassi – salziges Joghurt-Getränk mit Fruchtfleisch
Laddu – süßer Imbiss aus frittierten Kichererbsenbällen
Masala – Gewürzmischung bekannt als Curry, keine einheitlichen Zutaten, sehr viele Unterschiede. Manche Familien mischen ihre eigene Masala-Mischung.
Masala Chai – Warmes Getränk mit Milch, Masala und schwarzem Tee
Matar titikka – Buletten aus geriebenen Kartoffeln mit Gewürzen und Erbsen mit Sauce (Minze, schmeckt süß)
Milch und Milchprodukte – außer fester Frischkäse und Joghurt werden keine Milchprodukte gegessen. Milch wird morgens gesammelt und gleich weiter verkauft. Es gab Versuche, Käse zu produzieren, doch die scheiterten an den hohen Temperaturen und den mangelnden Kühlmöglichkeiten.
Naan – meist im Tandur-Ofen gebackenes, gesäuertes Hefe-Fladenbrot
Pakora – in Kichererbsenmehl ausgebackenes Gemüse
Paneer – gepresster Frischkäse, ähnelt Tofu
Paneer Tikka – Frischkäse-Scheiben mit Tomaten in einer Sauce mit ganz vielen Gewürzen.
Panir – indischer Frischkäse mit krümeliger bis schnittfester Konsistenz, ungesalzen. Panir ist ein haltbares Milchprodukt und kann auch in süßen Gerichten Verwendung finden.
Papadam oder Papadum – Brotwaffeln dünn und gewürzt
Pickle – pikant eingelegtes Gemüse mit Öl
Pullao oder pulav – Reisgericht
Raita – nordindisches Joghurt-Getränk
Roti – Brot
Tandur oder Tandoor – Lehmofen, mit Holzkohle beheizt, ist ganz Asien verbreitet. Es ist ein nach oben enger werdender, feuerfester Tonkrug. Unter dem Krug wird mit Holzkohle geheizt. Der Tandur dient zum Backen von Fladenbrot, die an die Wände gedrückt werden. Mit einem Topf können auch Fleisch-Gerichte zubereitet werden.
Streetfood harmlos?
Thema sind immer wieder die Garküchen und Essen bei Straßenverkäufern oder sogenanntes Streetfood. Meiner Meinung nach wird Streetfood romantisiert und Backpacker und Touristen haben das Gefühl, wie Einheimische zu speisen.
Die Hygiene ist aber völlig anders als in Deutschland. Wer magen-empfindlich reagiert, sollte mit dem Essen auf der Straße sehr vorsichtig sein und nur Erhitztes wählen. Getränke aus selbst geöffneten Flaschen schützen vor lästigem Durchfall, der einem die ganze Reise vermiesen kann.
Eingefangene Erkrankungen zeigen sich oft erst zu Hause und da kann nur das Tropeninstitut helfen.
Weitere Informationen:
Tropeninstitut Gesund reisen und heimkehren, Indien







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Danke für diese Zusammenfassung. 🙂 Ich glaube die lerne ich mal auswendig. 😉 Ich liebe indisches Essen, bin aber immer ein wenig hilflos, wenn es zu den Gerichten keine Übersetzung gibt.
Liebe Grüße,
Sarah Maria
Das Essen hat mich wirklich beeindruckt. Es gibt so viele Variationen, so dass ich nur einen Überblick geben konnte. Problematisch ist auch, dass es im Süden ganz andere Begriffe gibt.
Viele Grüße Helga