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Emaille-Museum in Rostow

Emaille-Museum in Rostow liegt hinter einer unscheinbaren Tür. Doch es lohnt sich für Besucher, diese einzigartige Schatzkammer zu besichtigen.

Die Kunst des Emaillierens kam im 10. Jahrhundert aus Byzanz nach Russland. Am bekanntesten sind in Russland Arbeiten aus Rostow – das Rostower Finift. Die Blütezeit der Emaille-Produktion lag im 16. bis 17. Jahrhundert. Emaille-Gegenstände nutzten hier die Menschen als Schmuck oder Verzierung, als religiöses Stücke oder zum Gedenken an den Zar. Pilger kauften gerne als Erinnerung ein kleines Emaille-Bild.

Emaille-Museum in Rostow für Schmuck und Kirche

Emaille-Museum in Rostow

Werkzeug für die Emaille-Herstellung in Rostow

Die Miniaturmalerei auf Emaille wird aus transparenten feuerfesten Farben auf Kupferplatten hergestellt. Die Kunst erhielt wegen des mehrmaligen Brennens in Öfen bei 700 bis 800 Grad auch den Namen „Feuermalerei“. Vorteil von fertiger Emaille ist, dass die Bilder niemals verblassen oder ihren seidigen Glanz verlieren. Die Farben leuchten stark.

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Emaille-Arbeit für die Fürstin

Im Emaille-Museum in Rostow sind die Arbeitsschritte zur Herstellung von Emaille in Schaukästen ausführlich präsentiert. Auch ohne Russisch-Kenntnisse ist die Arbeitsfolge gut zu verstehen. Beim Auftragen ist die spätere Farbenpracht noch nicht zu erkennen. Die unterschiedlichen Farben aus Halbedelsteinen und Öle sind alle grau. Erst beim Brennen entwickeln sich die Farben. Genaues Arbeiten war Pflicht, denn Fehler verschwendeten wertvolle Materialien. Teilweise wurde sogar mit Gold gearbeitet.

Die fertigen Emaille-Stücke wurden zum Beispiel in den Kopfbedeckungen der Kirchenoberhäupter, den Metropoliten, eingearbeitet.

In einem Raum sind die Künstler, die in Rostow Emaille-Arbeiten in Heimarbeit herstellten, zu sehen. Heute werden zur Herstellung andere Materialien benutzt.

Die Sammlung geht über mehrere Räume und ist dementsprechend umfangreich. Der Besuch war sehr interessant und zeigt eindrucksvoll die damalige die hohe Kunstfertigkeit.

Emaille-Museen in Europa:

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