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Bauhausgebäude in Dessau

Bauhausgebäude in Dessau ist die 1926 gebaute Hochschule der Bauhäusler. Mit dem Umzug von Weimar nach Dessau erhielten sie die Chance und schufen sich optimale Arbeitsbedingungen. Von dem Architekten und Gründer des Bauhauses Walter Gropius entworfen zeigt es uns, wie lernen und experimentieren damals gelang. Mitten in einem Wohngebiet steht das Bauhaus. Damals ein innovativer Lernort und heute für Besichtigungen freigegeben.

Das Gebäude ist außen und innen streng nach der Bauhaus-Philosophie gestaltet. Gerade Linien und viel Licht gelangt durch große Fenster in die Innenräume. Beim Wandern durch die Räume ist die Atmosphäre der Zeit und die Aufbruchsstimmung deutlich zu spüren.

Bauhausgebäude in Dessau – UNESCO-Welterbe

Bauhausgebäude Dessau – der Besuchereingang mit Bistro

Wir suchen uns einen Parkplatz einer Wohnstraße und von dort aus ist das Bauhausgebäude schon zu erkennen. Die drei Etagen ragen mit strengen Linien empor und große Fenster bestimmten die Fronten. Besucher gelangen über das Besucherzentrum ins Gebäude.

Ob mit oder ohne Führung zu besichtigen sind:

  • Historische Ausstellungsrum
  • Werkstattflügel und Vorkursraum
  • Aula und Bühne
  • Kantine
  • Ateliergebäude
  • Gymnastikraum
  • Architektursaal
  • Direktorenzimmer
  • Nordflügel

Während der Begehung sind überall Dinge im neuen Stil zu entdecken. Dies war damals eine radikale Wandlung zur neuen Nüchternheit. Weg mit Überflüssigem, das war die Devise der Architekten und Innenausstatter. Heraus kamen klare eindeutige Formen und Jegliches nicht Notwendiges war gestrichen. Selbst Heizungen im Treppenhaus, die aber dennoch nötig waren, wollte man im Winter nicht frieren. So montierte man sie kurzerhand einfach über zwei Türen neben einem großen Fenster. Damals noch halbwegs akzeptabel, wäre dies heute in Zeiten der Energieknappheit unmöglich.

Bauhaus in Dessau – Treppenhaus

Problem Butterdose von Wilhelm Wagenfeld

Dennoch bestechen die Entwürfe mit ihrer Funktionalität. Manche Formen haben es in den Alltag geschafft und sind oft leicht wieder zu erkennen. So etwa die Butterdose von Wilhelm Wagenfeld. Sie hat nämlich einen leichten Deckel aus Kunststoff, der in der Geschirrspülmaschine unansehnlich wird. Dafür gibt es keinen Deckel aus Glas, wie mir der Shop-Mitarbeiter gleich versicherte, als ich ihn danach fragte. Ich war wohl nicht die Erste mit der Frage. Auch die Webarbeiten, die es zum Shop kaufen gibt, bestechen durch ihre Farben und neue Schlichtheit.

Bauhausgebäude Dessau – Treppenhaus mit großem Fenster

Der Bau vermittelt den Eindruck, als wenn mehr Glas als Stein verbaut worden ist. Aber die Fenster lassen sich öffnen. Auch sind an manchen Fenstern Vorhänge zum Sonnenschutz angebracht. Das ist wohl auch dringend nötig, denn die Sonne brennt nieder. Der ausgetrocknete Rasen zeigt es.

Die Ideen der Bauhäusler verbreiteten sich in Deutschland, zum Beispiel nach Celle, und in alle Welt selbst nach Japan und Israel .

Am Ende kann man sich in dem Bistro / Café niederlassen und die Besichtigung gemütlich beenden oder vielleicht in erstandenen Büchern blättern.

Weitere Informationen: Bauhausgebäude Dessau, Gropiusallee 38, 06846 Dessau, Öffnungszeiten: täglich von 10 – 17 Uhr, Führungen bitte nachfragen

Wilhelm-Wagenfeld-Stiftung, Am Wall 209, 28195 Bremen

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