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Robben Island

Robben Island vor Kapstadt in der Tafelbucht / Südafrika ist die ehemalige Gefängnisinsel. Sie liegt etwas zwölf Kilometer von Kapstadt entfernt. Dieser steinige und öde Ort im Meer wurde als sicherer der Verbannung, des Exils und der Isolation genutzt. In den 90er Jahren erklärte die UNESCO Robben Island zum Weltkulturerbe. Der verstorbene Nationalheld Nelson Mandela war der prominenteste Gefangene.

Robben Island kann von der Waterfront aus nur mit einer geführten Tour erkundet werden. Rechtzeitige Buchung des Besuchs auf Robben Island ist überaus nützlich. Denn die Touren sind begehrt und in der Hauptsaison schnell ausgebucht.

Robben Island – ehemalige Häftlinge und Wärter als Guides

Einstige Häftlinge und Wärter führen Besucher über die Insel. Touristen sehen den ehemaligen Gefängnistrakt und die Arbeitsbereiche. Beklemmend ist es, in der winzigen Zelle von Nelson Mandela zu stehen. Schmucklose Betonwände, eng, heiß, staubig. Hier hat er 20 Jahre gelebt und sogar studiert.

Der Blick durch ein kleines Fenster geht auf den Hof, indem de Hitze flimmert. Steine und Gestrüpp so weit das Auge reicht. Der Tafelberg in Kapstadt ragt in die Höhe und war doch für die Gefangenen unerreichbar. Deprimierend.

Robben lagen allerdings keine am Ufer, noch nicht einmal Pinguine siedelten sich an. Mit dem Bus geht es über die Insel, so zum Beispiel in den Steinbruch. Dort mussten die Häftlinge arbeiten. Die Guides sind ehemalige Wärter und Häftlinge und leben noch heute freiwillig auf der Insel.

Ein sehr interessanter Ausflug in die Vergangenheit des Landes und zeigt die Überwindung eines menschenunwürdigen Systems.

Tickets online buchen: http://www.robben-island.org.za/contact

3 Gedanken zu „Robben Island

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  2. Zypresse

    Das klingt, als hätte es Dich nicht wirklich gepackt? Ich, besser: wir waren grad in Kapstadt und haben (nach 15 Jahren) Robben Island zum zweiten Mal besucht. Es hat uns auch bei diesem Besuch tief beeindruckt.

    Dazu gehört sicher die Führung durch einen ehemaligen politischen Gefangenen, der – klar, nicht notwendig immer als sehr begabter Redner – von seinen eigenen Erfahrungen, der Geschichte der Insel und natürlich dem immer noch sehr verehrten Madiba berichtet. Dazu gehört auch die Vorstellung, wie es gewesen sein muss, egal ob in einer 50-Mann-Zelle oder in Einzelhaft dort einzusitzen, bei unfreundlichem Wetter, mit geringer Verpflegung, ständig überwacht. Wir hatten strahlenden Sonnenschein und haben abschließend noch eine Rundfahrt über die Insel gemacht: sie war grün und blühend, es gab sehr viele Zugvögel (sogar heilige Ibisse), Pinguine und Robben, die im Hafenbecken spielten. Und die Überfahrt mit dem Boot: da hatten wir einen tollen Blick auf den Tafelberg und Kapstadt.

    Viele Grüße aus dem Rheinland!

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    1. hehe Beitragsautor

      Hallo Zypresse,
      natürlich hat mich ganz Südafrika beeindruckt. Nur machten wir damals Papierbilder, die ich einscannen muss. Dafür hatte ich noch keine Zeit. Leider. Deshalb hat Robben Island auch kein Bild. Aber das Einscannen hole ich bestimmt nach.
      LG Helga

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