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Pamukkale

Pamukkale ist eine bekannte Attraktion der Türkei, beliebt und viel fotografiert. Der Name Pamukkale heißt übersetzt Baumwollschloss, Watteburg. Verständlich, den die von fern weiß schimmernden Terrassen am Berg erscheinen wie Watte. Auf dem Berg entspringen sieben Quellen. Das Quellwasser kommt aus 2000 Metern Tiefe. Unten hat das Wasser eine Temperatur von 90 Grad Celsius, wenn es an die Oberfläche kommt noch 35 Grad. Das heiße Wasser ist sehr mineralstoffhaltig und fließt den Berg in natürlichen Terrassen hinunter. Durch die Verdunstung lagern sich die Mineralstoffe, insbesondere das weiße Kalziumkarbonat, ab. Oft werden sie auch Kalksinterterrassen genannt (Sinter = Duden: poröses Gestein (meist Kalkstein), das durch Ablagerung aus fließendem Wasser entstanden ist).

Pamukkale ist UNESCO-Weltkulturerbe

pamukkale-fußweg, trolley-tourist.deVor 70 Jahren standen oben am Berg direkt an dem einmaligen Naturschauspiel Hotels für 2000 Gäste. Der nicht unerhebliche Wasserverbrauch zum Duschen, Baden, Reinigen kam aus den Quellen. Gäste badeten auf den Terrassen. Alte Fotos zeigen diese verantwortungslosen Auswüchse noch. Das blieb nicht ohne dramatische Folgen: Abwässer verdreckten die ehemals weißen Terrassen. Durch die Aufnahme ins UNESCO-Weltkulturerbe mussten die Hotels ihren Betrieb einstellen. Bis die Hotels endgültig abgerissen waren, dauerte es allerdings noch zehn Jahre. Nun sind oben auf dem Berg nur noch Reste der ehemaligen Gartenanlagen zu sehen. Besucher haben einen freien Zugang und können dieses spektakuläre Naturschauspiel bewundern. Am Berg gibt es jetzt noch einen Fußweg, auf dem Touristen Pamukkale erwandern können. Meiner Ansicht nach ist es nur eine Frage der Zeit, wann dieser Weg geschlossen wird. Die Belastung für das sensible Naturphänomen ist zu groß. Außerdem müssen Touristen nicht überall herumkraxeln!

Pamukkale ist gefährdet

Die Quellen versiegen langsam. Damit die Terrassen halbwegs gleichmäßig Wasser bekommen, wird die Hauptquelle in Abständen geöffnet. Zur Sicherung der Terrassen ist ein hölzerner Fußweg darübergebaut. Das Betreten der Terrassen ist absolut verboten. Die Anlage wird bewacht. Damit Besucher wenigstens einmal im mineralhaltigen Wasser baden können, ist eine künstliche Betonplatte installiert worden. Durch Ablagerungen sieht der Beton aus wie die natürlichen Terrassen. Darin baden Große und Kleine. In diesem Planschbecken geht es zu wie im Schwimmbad. Ungeniert laufen Wellness-Touristen mit Badelatschen, Badehose, Bikini und Handtuch herum. Und das zwischen Touristen aller Nationalitäten. Während einer kurzen Eis-Pause im Schatten kamen Reisegruppen aus Amerika, zwei aus Frankreich, Niederlanden und Brasilien vorbei.

Pamukkale-Hierapolis war ein antikes Sanatorium

Auch Menschen der griechischen Ära wussten Pamukkale zu schätzen. Sie bauten auf das Hochplateau eine ganze Stadt. Direkt am künstlichen Badeplatz steht das Hamam.

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