Das Rote Tal

rotes-Tal-wegweiser, Kappadokien, Trolley-Touristrotes-tal-wanderungDas Rote Tal in Kappadokien lohnt eine Wanderung durch die unvergleichliche Landschaft, aber besser mit Führer. Der Weg verläuft auf schmalen Wegen und rutschigen Hängen. Feste Schuhe sind ein Muss. Wegweiser führen durch das Tal.

Das Rote Tal endet im Dörfchen Cavusin

In Cavusin stand mal die älteste Kirche der Region aus dem 5. Jahrhundert. Doch ein Erdbeben zerstörte sie unwiderbringlich. Dennoch kommen heute noch viele Busse mit Touristen ins Dorf, um sich die Reste der Johannes-Kirche anzusehen. Gleich hinter den Häusern des Dorfplatzes erhebt sich auf einer Seite eine steile Wand mit Höhlen und Tauben-Wohnungen. Gefährlicher Ort für ein Dorf. Erdbeben, Erdrutsche! Doch die Bewohner scheint die Gefahr nicht zu stören.

Am kühlen Morgen ist noch kaum Betrieb auf dem Dorfplatz. Nur die Cafes und Stände werden für die erwarteten Besucher fit gemacht. Die Managerin eines Cafes, Saft-Stands und Souvenir-Shops hält ihre Familie mit Aufträgen in Schwung. Der älteste Sohn hilft, wo er kann. Da ein ordentlicher Wind weht und aufgestellte Sonnenschirme zu kippen drohen, wird er handwerklich tätig. Einfallsreich und mit Hammer und Nagel bewaffnet, verleiht er dem widerspenstigen Sonnenschirm neue Standfestigkeit. Sein kleiner, dreijähriger Bruder ist noch keine große Hilfe, läuft aber geschäftigt herum und schaut interessiert zu. Die Chefin trägt eine Pluderhose statt eines langen Rockes. Pluderhosen scheinen die ideale Kleidung bei körperlicher Arbeit zu sein. Auf den Feldern sind öfter Männer und Frauen mit solchen, meist gemusterten Pluderhosen zu sehen.

Total auf Besucher und Wanderer eingestellt, verfügt der Dorfplatz über eine gut sichtbare Toilette. Vor manchen „Wirtshäusern“ sind bequeme Sofas und ausladene Sessel aufgestellt, natürlich im Schatten. Dort sitzen am Vormittag der Inhaber und sein erster Gast und schauen dem geschäftigem Treiben bei einem Glas Tee gelassen zu.

Nach und nach trudeln die ersten Wanderer ein. Dabei sind Wanderer mit Nordic-Walking-Stöcken, eine durchtrainierte Mountain-Bikerin, eine Wanderfamilie mit zwei pubertären Kindern, wobei kaum zu glauben ist, dass sie wirklich Lust zum Wandern haben, zwei Päarchen, eine Wandergruppe mit einem Kind, ein Paar mit Mini-Fahrrädern und eine italienische Männer-Motorradgruppe. Einer davon scheint Probleme mit seinem Motorrad zu haben. Er erkundigt sich bei Shop-Besitzern. Das Problem sollte rasch gelöst sein, denn die Temperaturen steigen und die Motorrad-Fahrer sind in schwerer Kluft unterwegs.

Busse auf dem Dorfplatz in Cavusin

Der Vormittag ist fortgeschritten. Inzwischen stehen sechs Busse auf Dorfplatz und Straße und warten. Manche Gruppen steigen nur schnell aus, sehen sich um und fahren weiter zum nächsten Stopp. Asiatinnen sind besorgt wegen eventueller Bakterien, denn manche tragen in der Wärme eine weißen Mundschutz. Oder wegen der Luftverschmutzung? Mit Mundschutz, Sonnenbrille, Sonnenhut und Handschuhen gelangt auf jeden Fall kein bräunender Sonnenstrahl an die empfindliche Haut.

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