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Kirche an der Nerl

Kirche an der Nerl in Russland am Goldenen Ring trägt nicht nur den einen Namen. Dieses Kleinod ist auch bekannt unter dem Namen Maria-Schutz-und-Fürbitte-Kirche oder kürzer Pokrow-Kirche. Sie liegt etwa dreizehn Kilometer von Wladimir entfernt in der Nähe des Ortes Bogoljubowo.

Doch was ist Besonderes an dieser Kirche? Sie steht auf einem kleinen Hügel in einer Wiesenlandschaft. Es führt keine Zufahrtstraße dorthin, es gibt keinen Parkplatz, nur ein schmaler Fußweg über die Wiese. Wer zur Kirche wandern möchte, braucht dementsprechend feste, wasserdichte Schuhe. Wenn im Frühjahr die Wiesen überschwemmt sind, sieht sie aus, als wenn sie auf dem Wasser schwimmen würde. Vom Fluss aus ist sie weithin zu sehen.

Kirche an der Nerl oder das schwimmende Gotteshaus

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Pfad zur Kirche an der Nerl bei Wladimir am Goldenen Ring

Die Kirche am Fluss Nerl ist aus dem 12. Jahrhundert und auf problematischem Grund gebaut. Zuerst setzten die Bauarbeiter ein 1,60 Meter tiefes Steinfundament in den weichen Boden. Darauf einen 3,70 hohen Steinhügel. Erst darauf errichteten sie die Kirche. Und das in nur einem Sommer. Denn im frostigen Winter war Bauen unmöglich.

Die Pokrow-Kirche wurde zum Gedenken an den erfolgreichen Feldzug eines Fürstensohnes gegen die Wolga-Bulgaren geweiht. Leider starb der Feldherr nach dem heldenhaften Kampf an seinen Verwundungen. Und daran erinnert die kleine, aber feine Kirche.

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Blick auf das Bogoljubowo Kloster

Durch ihre schmale in die Höhe gerichtete Bauweise sieht die Kirche sehr hoch aus. Der helle Stein lässt sie in der Sonne weiß und strahlend erscheinen. Ein Kleinod, das nie zur Erlangung von Baumaterial zerstört wurde. Es stehen auch keine Gebäude in der Nähe. Sondern nur die Kirche auf der Wiese. Früher ein beeindruckender Anblick, den die Handelsschiffe nach Susdal, nach Rostow oder mit Botschaftern aus dem Orient erblickten.

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