Der Strandkorb

Der Strandkorb

Der Strandkorb ist in heißen Sommern an Nord- und Ostsee gern genutzt. Wer Handtücher mit Sandeinlagerungen und Decken nicht mag, mietet sich einen Strandkorb. Wenn er denn noch einen ergattert. Sie sind sehr begehrt und bieten Schutz vor Sonne, Wind, Regen und Sand.

Inzwischen gibt es Strandkörbe in allen Größen und Ausstattungen. Viele stehen in Gärten oder auf Terrassen und Balkonen. Sie schaffen sofort ein maritimes und gemütliches entspannendes Ambiente. Allein durch ihre Anwesenheit erzeugen sie ein Gefühl von Urlaub und Freizeit.

Der Strandkorb an Nordsee und Ostsee

Der Strandkorb an der See – Quelle: Pixabay

Allgemein gilt der Korbmacher Wilhelm Bartelmann (1845-1930) aus Rostock als Erfinder des Strandkorbs. Demnach soll ihm 1882 eine Dame mit Rheuma einen Auftrag erteilt haben. Erst als Stuhl konzipiert, entwickelte Bartelmann seine Erfindung zu einer komfortableren Sitzgelegenheit am Strand weiter. Der Strandkorb hatte Erfolg und es flatterten viele Bestellungen in seine Werkstatt. Seine Korbflechterei wurde leider im 2. Weltkrieg zerstört. Aber die Vermietung und ein Hotel mit dem Namen „Zum Strandkorb“ führten die Nachkommen weiter.

Seine Frau Elisabeth hatte die zündende Idee. Da Strandkörbe eigentlich nur Saisonartikel sind und nicht das ganze Jahr gebraucht werden, bot sie Strandkörbe zur Vermietung an. Damit hatte sie großen Erfolg und richtete Mietstellen in beliebten Ostseebädern ein. Um 1900 kamen Nordseebädern dazu.

Erst nur genutzt vom betuchten Bürgertum waren ab 1920 auch die unteren Klassen am Strand anzutreffen. Auch sie mieteten Strandkörbe und ruhten sich nach der Plackerei in der Fabrik aus. Die Produktion nahm stetig zu. Es teilen sich mehrere Produzenten den Markt. Manche Firmen stellen in ihren Eingangshallen auch Strandkörbe auf. Beim Betrachter vermitteln sie immer ein angenehmes Gefühl.

Der Strandkorb in der Gastronomie, Quelle: Pixabay

Manche Orte an der See bieten auch sogenannte Schlafstrandkörbe an. Sie sind für zwei Personen zum Liegen geeignet. Die wetterfeste Persenning bietet nachts Schutz vor Wind und Wetter. Aber grundlegend verändert hat sich der normale Strandkorb im Laufe der Jahrzehnte nicht.

Übrigens – Der größte Standkorb steht in Heringsdorf, in dem die Lenker dieser Welt beim G8-Gipel einträchtig saßen.

Weitere Informationen: http://www.bartelmann-seit-1903.de/historie/strandkorb-anno-1882/index.html

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