aphrodisias, Trolley-Tourist

Aphrodisias

Aphrodisias liegt westlich vom Textil-Zentrum Denizli. 5800 v. Chr. entstand in Aphrodisias eine Kultstätte der Jungsteinzeit. Hier huldigten Bauern der Muttergöttin und baten um Fruchtbarkeit und reiche Ernten. Im 2. Jahrhundert v. Chr. wurde die Tempel-Anlage kurzerhand der Aphrodite, der Göttin der Liebe, gewidmet und bekam den heutigen Namen Aphrodisias. Seine Blütezeit erlebte der Ort während der Römer-Zeit als medizinisches und künstlerisches Zentrum sowie als Pilger-Stätte.

Aprodisias entdecken

aphrodisias-medusen, Trolley-TouristWir parkten auf einem geräumigen Parkplatz an der einen Seite der Straße. Doch die Anlage liegt gegenüber. Zur Ausgrabungstelle fahren landwirtschaftliche Traktoren mit Anhängern für Personen. Nett, wie unkompliziert und schafft wieder Arbeitsplätze. Am Anfang der Anlage ist das Tor zum Aphrodite-Tempel wieder errichtet worden. Bei genauer Betrachtung sind unterschiedliche Säulen-Typen zu entdecken. Die Säulen sind nicht von anderen verfallenen Tempeln recycelt, sondern stammen von verschiedenen Bildhauern. Jeder Künstler hatte seinen eigenen Stil und konnte den in die Gestaltung der Säulen einfließen lassen. So sind ausgiebige Verzierungen an Friesen und Kapitellen der Anlagen zu sehen.

Der Tempel ist ganz aus Marmor. Der  stammte aus den nahegelegenen Steinbrüchen. Zum Schneiden der Marmorblöcke verwendeten die Steinmetze und Bildhauer stabile Seidenfäden. Die ungewöhnlichen Werke der lokalen Bildhauer-Zunft waren gefragt und wurden bis nach Nordafrika und Rom exportiert. Sie ritzen ihre Signaturen hinein. Später setzten Christen in den Aphrodite-Tempel eine christliche Kirche.

Aphrodite, die Göttin der Liebe

aphrodisias-stadion, Trolley-Tourist.dePilger wollten auch Unterhaltung. Die fanden sie im Stadion oder in den beiden Theatern. 30.000 Menschen, 20 Sitzreihen hoch,  konnten im Stadion den Veranstaltungen wie sportlichen Wettkämpfen und Pferderennen zuschauen. An den Sitzreihen sind Löcher zu erkennen. Dort steckten die Besucher ihre Sonnenschirme hinein. Bei unserem Besuch Anfang Mai brannte die Sonne. Unter einem Sonnenschirm zu sitzen, erschien plötzlich ein verlockender Gedanke.  Außen am Stadion sind Reste von zu Geschäften erkennen, wahrscheinlich Fan-Shops oder Cafes. Im Winter fanden keine Wettkämpfe statt, dafür war es zu kalt.

Beim Durchwandern des weitläufigen Ausgrabungs-Geländes fallen unfertige Säulen-Teile auf. Sie liegen herum, „Kaukasische Gänseblümchen“ und „Storchenschnabel“ wachsen dazwischen. Vermutlich war das eine Bildhauer-Werkstatt.

Sebasteion – Tempel der Kaiser

Nach Christi ließen reiche, führende Familien Aphrodisias diesen Tempel bauen. Nach dem Eingangstor führt eine Durchgangsstraße durch den 90 x 14 Meter großen, offenen Bau. An beiden Seiten der Flaniermeile sind 12 Meter hohe Skulpturen der römischen Imperatoren von Tiberius bis Nero aufgestellt.

Ein Amerikaner entdeckte Aphrodisias und forschte hier 40 Jahre seines Lebens. Er wollte auch hier begraben sein.Wahrscheinlich lebte er im Dorf Geyre. Denn das lag bis 1956 auf der historischen Anlage. Die Bewohner wurden dann zwangsumgesiedelt, um die antiken Ruinen für Besucher zu öffnen. Im Museum am Ausgang sind die wertvollsten Stücke ausgestellt. Es ist Samstag, türkische Familien besuchen ebenso Aphrodisias wie wir. Unter den Pinien- und Walnussbäumen ist es schattig und kühl. In einem kleinen Kiosk gibt es Cha (türkischer Tee) in den typischen Tulpengläsern.

Mittagessen im Anatolia Restaurant

Zwei Kilometer von Aprodisias entfernt in Geyre gibt es ein gutes Restaurant. Für eilige Touristen hat der Inhaber ein Tischchen aufgebaut mit den gängigen Speisen. Die Plätze sind schattig in einem schön angelegten Garten. Der Service geht flott und die Gerichte sind frisch. Die Toiletten sind offen, aber doch nicht einsehbar. Sehr sauber und geräumig. Wieder mal eine gute Wahl unseres Reiseleiters. Gesättig und zufrieden fahren wir weiter an den Küstenort Kusadasi, unserem nächsten Standort für zwei Tage. Ephesus wartet.

www.anatoliaturizm.com.tr

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