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Samarkand und der Rigestan

Samarkand – die alte Stadt am Schnittpunkt der Karawanenstraßen und in der die Märchen aus Tausendundeine Nacht ihren Anfang nahmen. Diese Stadt ist ein Höhepunkt einer Reise auf den Spuren der Seidenstraße. Heute leben in Samarkand etwa 350.000 Einwohner und sie hat sich eine moderne Stadt verwandelt. Doch Touristen kommen wegen des Platzes sagenhaften Platzes „Rigestan“. Drei Medresen, Koranschulen, bauten mächtige Herrscher an diesen Platz. Wer auf der Aussichtsplattform steht und das ganze Bild in sich aufnimmt, wird sich eingestehen, hier an einem einmaligen Ort zu sein. Das fand auch die UNESCO und machte die Anlage 2001 zum Weltkulturerbe. Schon 1940 und 1960 renovierten Russen die zerfallenen Gebäude und stabilisierten sie mit Eisenträgern.

Samarkand und der Rigestan – Paraden und Hinrichtungen

samarkand-trolley-touristNoch 1868 fand eine Hinrichtung auf dem Rigestan statt und die blutigen Köpfe, auf Stangen gespießt, wurde der wartenden Menge gezeigt. Heute sind keine Blutspritzer mehr zu sehen, alles blitzblank. Wer von der Aussichtsplattform auf den Platz schaut, sieht an der linken Seite die Medrese Ulughbek, dann im Uhrzeigersinn weiter die Medrese Tella-kari und die Medrese Schir-dar. Zusammen umgeben sie mit ihren mächtigen, geschmückten Diwans den Platz. Seitlich der gewaltigen Tore stehen jeweils Säulen und dahinter zeigen sich mit blauen Kacheln geschmückte Kuppeln. Der Sonnenschein und der strahlendblaue Himmel bringen die Kacheln noch mehr zur Geltung. Es ist einfach überwältigend und ein kleiner unbedeutender Mensch samarkand-tiger-trolley-touriststaunt. Bei den Ausschmückungen fallen gegenständliche Abbildungen auf, die sonst in der muslimischen Welt kaum vorkommen. Die Gebäude hinter den Diwanen sind zweigeschossig und beherbergten die Zimmer der Studenten. In den Räumen um die Höfe befinden sich heute Souvenirgeschäfte. Es ist aber kein lautes Treiben und Verkäufer laufen nicht hinter den Touristen her. Auch schon früher fand in den Höfen reges Handeln statt, denn die ankommenden Händler verkauften hier ihre Waren.

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