agra taj mahal, trolley-tourist.de

Warum Indien besuchen?

Warum Indien besuchen? Das werden sich viele Reiselustige fragen.
In den Schlagzeilen fällt Indien mit Vergewaltigungen, Anschlägen und fruchtbarer Armut auf.

Indien auf diese Schlagzeilen zu reduzieren, würde dem Land so groß wie ein Kontinent und die größte Demokratie der Welt nicht gerecht werden. Es ist alles wahr und trotzdem bietet Indien viel mehr, als es oberflächlich betrachtet den Anschein erweckt. Nach einer vierwöchigen, organisierten Reise durch Nord- und Südindien, würde ich nochmal nach Indien fahren.

Inhaltsverzeichnis

Warum Indien besuchen?

Das Land ist erstaunlich und die Menschen bewundernswert. Die Farben sind unglaublich. An jeder Ecke wartet ein tolles Motiv für Fotos. An ein Nickerchen im Bus ist nicht zu denken, überall sind einmalige Motive. Die Sehenswürdigkeiten beeindrucken die Reisenden. Der pulsierende Verkehr ist chaotisch und viele denken gleich an Kulturschock.

Aber irgendwie passieren relativ wenige Unfälle. Langsam und bestimmt über die Straße zu gehen ist durchaus möglich, aber besser zu zweit oder als Gruppe. Die vielen Menschen, die Armut und das Müll-Problem sind erschreckend. Dabei leisten sammelnde Müllwerker und fegende Frauen mit ihren Reisigbesen ganze Arbeit. Organische Abfälle fressen Schweine, Ziegen oder die Heiligen Küche.

Das Problem sind die leichten Plastiktüten aus den Geschäften. Die fliegen umher, kein Tier frisst sie und keiner sammelt sie auf. Erstaunlich ist, dass direkt vor den Geschäften und Wohnhäusern der Bürgersteig sauber gefegt ist. Der Dreck landet auf der Straße. Doch wer dreckige Straßen und Bettler ertragen kann, erlebt besondere und unvergessliche Momente. Reisende können keine Probleme lösen, aber so viel Geld im Land lassen, wie möglich. Doch Vorsicht, Bettler können sehr hartnäckig sein und einen geradezu verfolgen.

Offene, tolerante Menschen

Die Menschen sind offen und freundlich. Sie wissen stets Geld zu verdienen, wer will es ihnen verdenken. Sie gehen ihren Geschäften nach und lassen sich kaum von knipsenden Touristen beeindrucken. Fotografieren lassen sich manche gerne und schätzen mit Weißnasen auf einem Foto zu sein. Doch nicht alle, deshalb ist Respekt und fragen angesagt.

Sie wissen um ihre alte Kultur und sind stolz darauf. Doch Erinnerungsorte wie Museen sind oft vernachlässigt. Ein alter Taxifahrer macht es bei einem Hinweis auf einen schicken BMW auf der Straße deutlich: “Bauen wir selber!“ Und da hat er Recht. BMW hat in Indien Werke. Sie wissen um ihren Wert als Werkbank der Welt.

Faszinierende Kultur, Tempel und Paläste

government-museum-chennai-trolley-trourist
Warum Indien besuchen? tanzender Shiva im Feuerreif

In ganz Indien gibt es große kulturelle Sehenswürdigkeiten. Allein von den UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten gibt es 44 inklusive Naturparks.

In einem Maharadscha-Palast eine Nacht zu verbringen hat schon einen besonderen Reiz und lässt den Urlauber am Luxus des Herrschers teilhaben. Besonders in Südindien sind grandiose Tempelstädte zu sehen. Man muss barfuß eintreten, aber sie werden ständig gereinigt und sind sehr sauber.

Inder sind gläubig und gehen oft in den Tempel. Es spielt keine Rolle, ob jemand Christ, Moslem, Hindu, Buddhist oder Parse ist. Menschen aller Glaubensrichtungen praktizieren ihre Religionen und leben gemeinsam. Besonders in Varanasi sind gläubige Hindus zu beobachten, wie sie sich im heiligen Ganges waschen. Unbeirrt und konzentriert vollziehen sie ihre Rituale, vollkommen unbeeindruckt von den Booten mit fotografierenden Touristen.

Der aktuelle Präsident favorisiert den Hinduismus und die Toleranz gegenüber anderen Religionen ist auf die harte Probe gestellt.

Viele unterschiedliche Landschaften

Indien ist grün. Im Süden ist Indien grüner durch die mit Wäldern und Plantagen bewachsenden Berge. Dort fällt auch mehr Regen. In den Western Ghats, ein Gebirgszug an der Westküste Indiens, sind die über 2000 Meter hohen Berge schon beeindruckend. Im Norden ist es trockener. In der Hitze des Tages vermittelt das Land einen trockenen Eindruck, doch das ist nicht so. Jährlich kommt der Monsun mit Regengüssen.

Es werden allerlei Pflanzen angebaut. Unter anderem auch riesige Felder mit Senf. Der wird allerdings für die Energie-Gewinnung genutzt. Fatal in einem Land mit vielen hungernden Menschen. Aber Energie-Pflanzen bringen mehr Geld, das ist bei uns nicht anders. Unsere „vermaiste“ Landschaft ist der Beleg. Ein Stopp an der Küste mit Stränden vermittelt ein Badeurlaubsgefühl.

Indische Küche

Jedes Gericht schmeckt anderes. Alle Gerichte der indischen Küche zu probieren, wird kaum gelingen. Es gibt einfach zu viele. Einen großen Anteil an den Rezepten und Gerichten nehmen vegetarische Speisen ein. Fleisch meist in Form von Hühnchen ist teuer. Daher sind eiweißhaltige Linsen Grundlage vieler Gerichte.

Kennzeichen der Küche ist Schärfe. In Indien wird sehr gerne sehr scharf gegessen. Für Reisende manchmal ein Problem, dann schnell ein Stück Brot essen. Aber die Vielfalt der Gewürze ist immens. Oft sind es Gewürzmischungen wie zum Beispiel Masala, bei denen die Zutaten kaum festzustellen sind. Hobbyköche werden hier viele neue Ideen entwickeln können. In den Souvenir-Shops gibt es manchmal Gewürzbänder – ein Abschnitt, ein Gewürz mit dem englischen Namen.

Related posts:

Ein Gedanke zu „Warum Indien besuchen?

  1. Folien

    Ich finde es wirklich klasse, dass Sie sich all diese Mühe machen und die Informationen aufbereitet und diese uns mitteilt.Danke dafür. Fliege nächstes Jahr das erste mal nach Indien.
    Gruß Karin

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert