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Tet-Fest in Vietnam

Tet-Fest in Vietnam oder das Neujahrsfest oder das “große Fest“ findet am Vortag des ersten Neumondes nach der Wintersonnenwende statt. Es fällt zwischen den 21. Januar und 19. Februar eines Jahres. Drei Werktage gibt es dafür frei. Das Tet-Fest ist ein außerordentlich wichtiges Fest für die Vietnamesen. Es symbolisiert die Wiedergeburt, den Frühling und dient der Ahnenverehrung. Auf den Straßen sind überall Blumenstände zu sehen mit kleinen oder größeren, blühenden Bäumchen. Im Verkehr fahren Motorräder mit wippenden Bäumchen. In Nordvietnam sind blühende Pfirsich-Pflanzen begehrt, in Südvietnam Mandarinen-Bäumchen. Vor dem Fest soll alles sauber, schön geschmückt, Schulden vorher getilgt und Streit geschlichtet sein. Die Familienmitglieder kommen dafür nach Hause. So sind denn auch die Verkehrsmittel hoffnungslos überfüllt.

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Tet-Fest in Vietnam – das Fest des Jahres

Am 23. Tag des zwölften Mondmonats muss alles fertig sein, denn dann geht der Küchengott umher und er soll natürlich nur Gutes an den Jadekaiser zu melden haben. Den Vietnamesen geht es wieder besser. Das gemeinsame Festessen in der ersten Stunde des neuen Jahres ist heute üppiger als früher. Das ganze Jahr über wird darauf gespart. Zum Essen gehört unbedingt eine Spezialität, der in Bananenblätter gewickelte Klebreis-Kuchen. An Ständen baumeln die geschnürten Päckchen schon vorgegart. Dazu gibt es saftige Früchte und Schweine- und Geflügelfleisch. Wassermelonen mit ihrem roten Fleisch verheißen Glück. Als Nachspeisen sind traditionelle Süßigkeiten wie kandierte Früchte, Kokosnuss, Lotossamen, Ingwer oder Puffreis. Geschenke gibt es auch, aber nicht so opulent wie bei unserem Weihnachtsfest. Meist bekommen Kinder und die Alten Geld überreicht. Der erste Tag des neuen Jahrs ist ein Familientag, deshalb „müssen“ die Kinder nach Hause kommen, um die ganze Familie zu treffen. Es ist leer auf den Straßen.

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Früher gehörten Feuerwerkskörper zum Fest. Das Knallern ist heute aus Sicherheitsgründen verboten. Als Ersatz fahren junge Leute bunte Imitate durch die Straßen. Der chinesische Drachentanz dient der Begrüßung des neuen Jahres.

Am zweiten Tag besuchen die Familien Freunde und Arbeitskollegen. Am dritten Tag geht es mit der Familie in die Pagode. Dort werden Räucherstäbchen angezündet und Opfergaben vorbeigebracht.

Zum Tet-Fest kommen die Ahnen zu Besuch

Die Ahnen genießen eine besondere Verehrung in Vietnam. So gibt es in jedem Haushalt und in jedem Geschäft einen Altar. Darauf sind Bilder der Verstorbenen, Schalen mit Räucherstäbchen oder Früchten, Vasen mit Blumen oder Geldscheine aus Papier dekoriert. Steht ein Altar auf dem Fußboden dient er dem Schutz des Geschäftes. Ist der Altar hochgestellt ist der für die Ahnen gedacht. Zum Tet-Fest gehen die Familien mit Opfergaben auf den Friedhof und säubern die Gräber. In den Straßen sind auch manchmal Häuschen für die Ahnen. Auch hier liegen Opfergaben bereit.

2015 Jahr der Ziege

tet-fest-affe-trolley-touristIm chinesischen Kulturraum sind die Jahre innerhalb eines zwölfteiligen Kalenders eingeteilt. Die Jahre tragen Tiernamen. So war 2014 das Jahr des Pferdes. Das neue Jahr 2015 ist das Jahr der Ziege „Year oft the Goat.

Hier der Kalender:

2008 Maus, 2009 Ochse, 2010 Tiger, 2011 Hase, 2012 Drache, 2013 Schlange, 2014 Pferd, 2015 Ziege, 2016 Affe, 2017 Hahn, 2018 Hund, 2019 Schwein. Das wiederholt sich dann alle zwölf Jahre. Tiere mit einem positiven Ruf und Eigenschaften bedeuten Glück.

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