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Crafts Museum Dehli

Crafts Museum Dehli ist im Internet kaum auffindbar. Gerade deshalb sollten Kreative und volkskundlich Interessierte einen Besuch einplanen. Denn dort ist ein sehr guter Überblick über Volkskunst und Handarbeiten in den verschiedenen Regionen des Landes zu sehen.

Durch ein Tor mit einem unscheinbaren Schild betritt der Besucher das Museumsgelände. Den staubigen, lärmenden Straßenverkehr zurück lassend herrscht plötzlich Ruhe. Es ist verblüffend, wie schnell die Hektik einer indischen Stadt nach lässt. Der Eintritt ist kostenlos. Faltblätter oder Übersichtspläne gibt es leider nicht, doch die Beschilderung an den Häusern und Räumen reicht völlig aus. In einem Haus stehen viele Figuren aus dunklem Holz. Im nächsten Raum sind Schmuckstücke aus winzigen Glasperlen in Vitrinen ausgestellt. Herrliche, aufwendige und große Arbeiten mit einzelnen Metallperlen hängen hinter Glas. Leider misslingt das Fotografieren, denn die Lichtverhältnisse sind ungünstig und das Glas verschmutzt.

Crafts Museum Dehli – Glasperlen für Heilige Kühe

dehli-crafts-museum-kuhschmuck, www.trolley-tourist.deWeitere Perlenarbeiten in Netztechnik tauchen beim Rundgang auf. Zuerst fallen Wandbehänge ins Auge. Die Perlenarbeiten sind von wertvollen Seidenstoffen eingerahmt. Als Festtagsschmuck der Heiligen Kühe dienten passenden Kopf- Decken. Darauf sind kleine, umstickte Spiegel und wiederum Metallperlen zu entdecken. Erstaunlich erscheinen die cirka acht Meter langen und 20 Zentimeter breiten Perlenbänder. Sie verschönerten als Türschmuckcrafts-museum-dehli-tuerband, www.trolley-tourist.de an Festtagen den Hauseingang. In einer Ecke des Raumes steht ein typisches indisches Holzbett. Dekorativ liegen auf der Bettdecke Kissen und eine Nackenrolle mit Perlenstickereien. Die Kissen sind in brokatähnlichen Stoffen eingefasst. Auf einer Tischplatte findet sich ein kreuzähnliches Gebilde mit quadratischen Feldern aus Perlen. Die Anordnung ähnelt einem Schachbrett. Und tatsächlich, die Beschriftung klärt auf. Das Perlentuch nutzten Rasputen in Rajasthan früher für ein Spiel mit Steinen, „Chupar“ genannt. Der Wärter erscheint und erfüllt seine Pflicht, denn Fotografieren ist verboten.

Seidenstoffe für Saris und Stickereien

Die Textil-Abteilung beginnt mit feinen Richelieu-Arbeiten auf weißem Tuch. Wahrscheinlich brachten Engländerinnen diese Technik aus ihrer Heimat mit. Beeindruckend sind die kunstvoll bestickten, großen Umhänge, Stich an Stich auf Seide mit opulenten Mustern. Hier taucht das sogenannte Paisley-Muster auf. Engländer brachten es in ihre Heimat. Im Ort Paisley fertigten Weber Stoffe mit dem Muster. http://www.paisley.org.uk/

Hinter Glas hängt eine Sari-Parade, aufgerollt und aufgehängt. Unglaublich welche Farben-Pracht und Kunstfertigkeit dem Besucher entgegen leuchtet.

Handwerks-Vorführung im Hof und Shop

Es gibt noch viele weitere Räume zu entdecken. Bleibt noch Zeit übrig für den Rundgang im Hof? Nicht selbstverständlich, denn der Taxifahrer wartet meist am Ausgang. Doch wer Zeit hat, schlendert an Verkaufsständen und Handwerkern vorbei und findet so manche Erklärung für Gesehenes. Der Shop nahe am Eingangstor ist reichhaltig und lohnt ein Stöbern.
http://nationalcraftsmuseum.nic.in

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