Haci-Bayram-Veli-Moschee, Trolley-Tourist

Haci Bayram Veli Moschee

Haci Bayram Veli Moschee liegt in dem ältesten Stadtteil Ankaras Ulus. Es geht den Hügel vorbei an den typischen Häusern hinauf. Ein Fahrstuhl macht den Aufstieg leichter. Die Moschee wurde um 1425 erbaut. Das Grab des Haci Bayram Veli (1325-1429), ein Sektengründer, befindet sich darin. Die Moschee wirkt recht modern und nicht 600 Jahre alt.

Freitagsgebet in der Haci Bayram Veli Moschee

Es ist Freitagvormittag. Gläubige bereiten sich auf das Freitagsgebet vor. Dazu gehört die rituelle Waschung. Männer waschen sich draußen an Waschplätzen. Für Frauen (Bayan) gibt es gesonderte Waschräume und Toiletten. Es gab keine Probleme für Touristinnen, die ein dringendes Bedürfnis verspürten, diese sanitären, sauberen Räume zu besuchen. Das übliche Toilettengeld ist 1 Türkische Lira, etwa 30 Cent.

Haci Bayram Veli Moschee, Trolley-Tourist

Vor der Haci Bayram Veli Moschee

Weit vor der Gebetszeit treffen sich Gläubige und schwatzen leise miteinander. Der Moscheebesuch ist auch immer eine Kontaktzentrum. Es gab und gibt eine Armenküche, Bibliothek, Bäder, Lehranstalt und Geschäfte in der Nähe.

Seitlich an der Moschee sind Matten aufgestapelt. Quillt die Moschee vor Gläubigen über, werden auf dem Vorplatz die Matten ausgelegt. Ältere Männern dürfen hinein, jüngere müssen mit einem Mattenplatz vorlieb nehmen.

Der ebenerdige Teil der Moschee ist für Männer reserviert, die Frauen beten im Untergrund. Männer und Frauen dürfen nicht gemeinsam beten. Da Moslems auf Knien beten und sich weit nach Vorne beugen, könnten Männer von den weiblichen Reizen angelenkt werden. Auch müssen sich betende Frauen hinter Vorhängen verstecken, denn sonst fühlt sich der Imam irritiert.

Haci Bayram Veli Moschee , Trolley-Tourist

Haci Bayram Veli Moschee, Ankara

In der Haci Bayram Veli Moschee bestehen diese Gefahren nicht, denn die Frauen gehen in den Keller. Natürlich müssen auch Touristinnen ohne Schuhe und mit Kopftuch nach unten und die Männer der Gruppe dürfen oben herein.

Die Gebetsnische Mihrab Richtung Mekka ist bei den Männern sehr schön ausgeschmückt. Im Keller dagegen ist es nur ein schwarze Wand. Der ganze Raum ist nicht so prächtig wie oben. Aber der weiche Teppich hat ein sehr schönes Tulpen-Motiv. Über Mikrofone sind die Gebete und Ansprachen des Imam zu hören. Zum eigentlichen Freitagsgebet sind Touristen unerwünscht.

Tipp: Extra Moschee-Socken und Kopftuch dabei haben.
Übrigens: Die Anzahl der Minarette ist ein Zeichen für den Wohlstand der Gemeinde. Die Pilgerfahrt nach Mekka – Haddsch – kann etwa 7000 € kosten. Im Ramadan – der Fastenmonat – darf tagsüber nichts gegessen und getrunken werden. Davon sind Schwangere, Kinder und Kranke ausgenommen, müssen dann aber die nicht gefasteten Tage nachholen. Imame dürfen heiraten.

Augustus-Tempel

Gleich neben der Haci Bayram Veli Moschee in Ankara sind die Reste des römischen AugustusTempels zu sehen. Der wurde 20 v. Chr. anlässlich des Besuchs von Kaiser Augustus in der Provinz gebaut. Die Inschriften zeugen von den Taten Kaiser Augustus. Später wurde der Tempel in eine byzantinische Kirche umgewandelt. Es schließt sich ein kleiner Park mit Wasser-Spielen und Bänken an.

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