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Vinh Trang Pagode

Die Vinh Trang Pagode liegt im Ort My Tho, 70 Kilometer südwestlich von HCM-City. Der Tempel wurde vor etwa 200 Jahren von geflohenen Chinesen erbaut und ist nun vollständig renoviert. Hier überrascht das zweiteilige Tempelgelände. Ein dicker, gutmütiger Buddha hatte wohl keinen Platz mehr im eigentlichen Tempelbezirk und sitzt in einem eigenen Areal. Der weiße Buddha grinst, hält Besuchern unverfroren seinen dicken Bauch entgegen und wedelt mit seinen Perlenketten. Die Ohrläppchen hängen auf seinen fetten Schultern. Er symbolisiert Fröhlichkeit und genug zu Essen. Keinen Hunger zu leiden, ist eine sehr neue Erfahrung für Vietnamesen. Übergewichtige Vietnamesen sind im Stadtbild nicht zu sehen.

Vinh Trang Pagode – der liegende Buddha

vinh-trang-liegender-buddha-trolley-touristIm Tempelbezirk liegt seitlich ein großer sogenannter „liegender Buddha“. Die liegende Haltung symbolisiert, dass Buddha im Nirwana angekommen ist. Vor der Pagode ist ein kleiner Garten. Es ist Musik zu hören aber nicht aufdringlich. Der Eingang in die Pagode ist seitlich rechts. Wie immer müssen die Schuhe draußen bleiben und es geht barfuß hinein. Gleich am Eingang ist auch ein kleiner Shop. Das Innere verströmt Ruhe, Gebet und Andacht. An den dunklen Holzsäulen schlängeln sich vergoldete Drachen. Das obligatorische Gefäß für Räucherstäbchen ist auch zu entdecken.

vinh-heiligenschein-trolley-touristvinh-fuerbitten-turm-trolley-touristBei einem Altar fällt eine Buddha-Statue auf, die einen Heiligenschein aus bunten, erleuchteten Lichterkränzen in fünf Farben trägt. Der Heiligenschein will nicht recht in die Umgebung passen. Aber er genießt Verehrung, denn es liegen Opfergaben wie Früchte und Blumensträuße davor.

Interessant ist auch der Turm, voll mit kleinen aufgehängten Zetteln mit Fürbitten.

Tor aus Scherben

vinh-keramik-moench-trolley-touristZum Schluss muss das hohe Keramik-Tor bewundert werden. Denn das ist über und über mit buntem, zerschlagenen und wieder verklebten Keramikscherben verziert. Das sieht sehr farbenprächtig aus. Die Muster der Geschirre lassen sich noch gut erkennen. Vielleicht spendeten die Gläubigen dafür ihre Teller und Tassen. Wer weiß?

Im Tor ist auch ein Hakenkreuz zu sehen. Es ist ein Glückszeichen und in Asien nicht so negativ belastet wie bei uns.

Warum ist Familienname Nuygen so häufig?

Nuygen ist in Vietnam ein sehr oft anzutreffender Familienname. 40 Prozent der Vietnamesen heißen so. Warum ist das so? Es fand vor längerer Zeit eine Schlacht zwischen der Familie Nuygen und einer anderen Familie statt. Die Nuygens gewannen und töteten alle, die nicht Nuygen hießen. Um dem Schicksal zu entgegen, gaben sich viele Vietnamesen einfach den Namen der Sieger.

Heute sind in Vietnam Vor- und Zunamen nötig, früher nicht. Die Bergstämme tragen meist als Nachnamen ihre Stammesbezeichnung, wie zum Beispiel Ho.

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