Putten in Kunst und andernorts tauchen als kleine dralle Engelchen auf. Die properen nackten Wesen (Putto italienisch kleiner Knabe) tummeln sich in Bildern und an Wänden sowie Decken.
Sie gehen auf den griechischen geflügelten Gott der Liebe Eros oder lateinisch Amor zurück. Italienische Künstler entdeckten die kleinen Bogenschützen der Antike wieder und gestalteten ihn als Kinderengel um.
Die Engelsknaben, das Geschlecht klein oder schamhaft verborgen, eroberten Gebäude in ganz Europa, nachdem sie Liebespfeil und Bogen an der Kirchentür abgegeben hatten.
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Putten in Kunst und auf Postkarten
Meist gleiten sie anmutig durch den Himmel oder blicken von unten auf das Geschehen auf dem Bild. Die Gestalten sind so manches Mal vermenschlich und aus dem Fantastischen herausgeholt.
So auch gesehen auf Bildern, in denen schwimmende Putten, musizierende oder lesende Engel zu entdecken sind. Am besten gefiel mir das Gemälde, auf dem eine Frau einer Putte die Läuse aus den Haaren puhlt.
Putten sind ewig jung
Manchmal schweben sie in den Wolken oder liegen schlafend auf einer Unterlage. Meistens sind sie jedoch als Dekorationen in Ecken untergebracht, um Räume zu füllen.
Sie sind allseits einsetzbar und vermitteln beim Betrachter ein angenehmes Gefühl. Das ist auf Friedhöfen von besonderer Bedeutung, denn die Toten kehren nicht wieder. Aber perfekte Figuren im ewigjungen Kindchenschema tragen die Hinterbliebenen vielleicht über die Tragik hinweg.
Putten sind auf keinen Fall mit Engeln gleichzusetzen. Engel haben Schutzaufgaben, Putten sind für das Wohlbefinden da.
Weitere Informationen:
Erstes Deutsches Engel-Museum, Engels-Platz 7, 51766 Engelskirchen, Nordrhein-Westfalen






