Die Knöpfe brauchen Knopflöcher oder Schlaufen, um Jacken, Mäntel, Hosen, Schuhe zusammenzuhalten. Oft geben Knöpfe einem Kleidungsstück den besonderen Schick und zeugen von Geschmack.
Edle Knöpfe dienten auch als Zierde und hatten an Uniformen ihre Bedeutung. Bei Knopfsammlern sind Militärknöpfe sehr beliebt.
Knopflöcher wurden im 13. Jahrhundert in Deutschland erfunden, wahrscheinlich von einer fleißigen Näherin und breiteten sich in Europa aus. Der Beruf des Knopfmachers war dagegen Männersache und Knöpfe aus den verschiedensten Materialien entstanden.
Manchmal stiegt die Verwendung von Knöpfen enorm und es wurden dafür hohe Summen ausgegeben. Deshalb gab es Vorschriften, wer welche Knöpfe tragen durfte. Knöpfe unterlagen immer Modetrends.
Inhaltsverzeichnis
- Die Knöpfe und ihre Geschichte
- Knopfmacher kontra industrielle Knopf-Produktion
- Das Knopfloch
- Tag des Knopfes / National Button Day
- Weitere Informationen:
Die Knöpfe und ihre Geschichte
Als Zierde oder sogenannte «Blinde Knöpfe» gab es Knöpfe bereits in der Jungsteinzeit (2400 bis 1800 vor Christus). Aber zum Schließen der Umhänge dienten meist Fibeln und verzierte Spangen, ähnlich der Sicherheitsnadeln. Die älteste gefundene Fibel stammt aus dem 3. Jahrhundert vor Christus.
Längliche Knebel aus Tierknochen, Zähnen oder Steinen nutzten die Menschen auch gerne und verdrängten nach und nach die Fibeln.
Später entwickelte sich die Posament-Schlaufe für edle Knebel aus Bronze oder Bernstein.
Posamente sind schmückende Geflechte (Zierbänder, Borten, Fransenborten, Kordeln, Litzen, Quasten, Volants, Spitzen, überzogene Knöpfe). Auf Heimtextilien, Uniformen, Lampenschirmen, Vorhängen und Kleidung kamen Posamente zum Einsatz. Besonders an Uniformen vom Militär und Beamte zeigten Posamente den Dienstgrad.
Begehrt waren Knöpfe in Frankreich, England und Italien. In Frankreich kam es im Absolutismus sogar zum Luxus von Knöpfen aus Diamanten. Münz- und Talerknöpfe erkannten Händler als gültiges Zahlungsmittel an.
Knopfmacher kontra industrielle Knopf-Produktion
Die Arbeit der Knopfmacher regelten Vorschriften der Zünfte und sie durften nur gewickelte Seidenknöpfe herstellen. Die Posamentierer dagegen waren weniger von Vorschriften eingeschränkt.
Scharfe Konkurrenz entstand durch die industrielle Produktion von Knöpfen und Verschlüssen aller Art. In einigen Orten entstanden Hochburgen der Knopfindustrie und gab vielen Menschen Arbeit.
Nach dem zweiten Weltkrieg expandierten die Ideen für Knöpfe. Für jeden Modetrend und je nach Weltanschauung entstanden die passenden Knöpfe. Großteile der Knopf-Firmen gaben aber auf und oft sind daraus Museen entstanden.
Das Knopfloch
Mit der Nähmaschine können Knopflöcher heute einfach und schnell genäht werden. Für hochwertige Luxus-Bekleidung kommen handgenähte Knopflöcher mit dem sogenannten Knopflochstich zum Einsatz. Auch beim Knopfloch gibt es unterschiedliche Arten wie etwa in einer leichten Bluse oder einem Anzug oder Kostüm.
Tag des Knopfes / National Button Day
Der Tag des Knopfes ist jährlich am 16. November. Initiiert hat den wahrscheinlich die National Button Society in Amerika. Das ist ein Verein von Knopfsammlern, die sich als zentrale Stelle für Sammler verstehen. Inzwischen sind es 3000 Mitglieder verteilt auf vier Kontinenten. Clubs von Knopfsammlern gibt es in den USA, Kanada, Australien, Großbritannien, Niederlande, Frankreich, Deutschland und der Schweiz.
Weitere Informationen:
Deutsches Knopfmuseum, Marktplatz 1, 95671 Bärnau, Bayern
Paul Knopf, Schatzkammer und Fundgrube für Knöpfe, Zossener Str. 10, 10961 Berlin-Kreuzberg, Öffnungszeiten: Di bis Fr von 14 – 18 Uhr






