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Im Zug von Mashhad nach Teheran

Im Zug von Mashhad nach Teheran – Der Zug fährt auf dem Gleis ein, Hektik bricht aus. Das Gepäck nehmen, nur der Trolley und eine Tasche. Die Umhängetasche wird eigentlich nie abgelegt und baumelt vor dem Bauch. Der Guide geht mit der Gruppenkarte als erster durch die Absperrung. Der Fahrkartenkontrolleur weiß bescheid, winkt uns flott durch und zählt wahrscheinlich mit, dass kein Unbefugter hindurch schlüpft. Vor dem Einstieg stehen und warten. Doch die Unentschlossenheit machen sich flugs ein Rollstuhlfahrer, der mit Hilfe seiner Tochter einsteigt, und eine Frauengruppe zu Nutze. Aber nun die Koffer hinein gewuchtet und dem Reiseleiter hinterher gelaufen. Er führt uns zu den reservierten Plätzen. Im Umkreis werden die Trolleys verstaut . Hier sind diejenigen im Vorteil, die nur ein Gepäckstück mitgenommen haben. Der Reiseleiter zählt zur Sicherheit die Gepäckstücke und kommt zu einem befriedigenden Ergebnis. Alle Koffer sind mitgekommen und kein Mitglied der Reisegruppe ist verloren gegangen.

Im Zug von Mashhad nach Teheran – rechts Gebirge, links Wüste

Fahrgäste und Koffer sind am Platz und es stellt sich eine gewisse Ruhe im Abteil ein. Der Zug setzt sich in Bewegung. Acht Stunden Zugfahrt beginnen. Die Bahnstrecke verläuft parallel zur Autobahn Richtung Landeshauptstadt. Anfangs sind beackerte grüne Felder aus dem Fenster zu sehen. Doch die fruchtbare Landschaft macht immer mehr den Ausläufern der Kavir-Wüste zur linken Fensterseite platz. An der rechten Seite im Dunst der Hitze sind die Berge des Elburs-Gebirge auszumachen, das bis zum Kaspischen Meer reicht. In einer flachen Ebene bedecken weißliche Salzflächen dem Erdboden. Diese Flecken entstehen durch künstliche Bewässerung mit ungenügenden Vorsorgemaßnahmen.

Auf der entfalteten Karte ist zu sehen, das in Abständen rote Sternchen markiert sind. Die zeigen Sehenswürdigkeiten an, darunter einige erhalten gebliebene Karawansereien. Die Strecke verläuft auf der Seidenstraße, nur damals ging das Vorwärtskommen weniger geschwind.

Auf der Gebirgsseite sind zahlreiche Symbole für Bergwerke zu erkennen. Nun wird auch klar, wovon die Menschen in den staubigen Dörfern und Städten leben, die die Bahnlinie streift. Iran ist reich an Rohstoffen und Öl. Auf der Karte ist auch sichtbar, das nur wenige Landstraßen durch die Wüste zu den südlicheren Ortschaften führen. Doch auch in der lebensfeindlichen Ödnis sind vereinzelt gekreuzte Bergwerkshämmerchen zu entdecken.

Abends ist endlich Teheran, die Millionenmetropole, erreicht und es geht ins Hotel.

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