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Bückeburg

Bückeburg – eine alte Stadt im Weserbergland hat viel zu bieten.
Im 17. Jahrhundert verlegte das Fürstenhaus Schaumburg seinen Regierungssitz nach Bückeburg. Es begann der städtebauliche Aufschwung mit der Errichtung von zahlreichen Gebäuden. So beriefen die Fürsten den Gelehrten Johann Gottfried Herder und als Hofmusiker einen Sohn von Bach – Johann Gottfried Bach. Die industrielle Revolution ging an Bückeburg fast spurlos vorüber. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg und der Angliederung an Niedersachsen entstanden rund um die Stadt Gewerbegebiete.
Die Stadt Bückeburg und die sehr reizvolle Umgebung haben Besuchern viel zu bieten. Für einen Urlaub gibt es genügend Sehenswürdigkeiten und Ausflugsmöglichkeiten. Zuerst sei das Schloss in Bückeburg genannt. Doch auch die Stadt selber hat eine reizvolle Stadtkirche, das Museum Bückeburg mit Informationen zur Stadtgeschichte und der Schaumburg-Lippischen Landesgeschichte, das futuristische Hubschrauber Museum und die Altstadt mit vielen denkmalgeschützten Gebäuden.

Bückeburg – Schloss des Fürstenhauses Schaumburg-Lippe

bueckeburg-bruecke-trolley-touristDas Schloss Bückeburg liegt auf einem Hügel im welligen Weserbergland. Es ist von einem breiten Wassergraben umgeben. Die ehemalige Residenz ist noch heute Sitz des Fürstenhauses Schaumburg-Lippe. Eine Führung durch die herrschaftlichen Räume des Schlosses dauert etwa eine Stunde. Vom Schlosshof aus ist ein guter Überblick über das Schloss zu erhalten. Es ist mehrmals um- und angebaut worden.

bueckeburg-kapelle-trolley-touristDann geht es in die Schloss-Kapelle, die noch heute für Gottesdienste oder Trauungen genutzt wird. Die Wände und Decken sind komplett ausgemalt. Im Winter ist die Kirche beheizt, da nimmt der frierende Besucher gerne auf der Holzbank Platz. Die Führerin erzählt, dass die Kirche erst im 19. Jahrhundert ihr ursprüngliches Aussehen wieder erhielt. Einem Fürsten gefiel die Buntheit der Kirche nicht mehr. Er favorisierte Schlichtheit. Kurzerhand übertünchten Maler die Wände und nahmen die vergoldeten Figuren heraus. Später restaurierten Fachleute die ganze Kirche vollständig. Sie brachten die schönen Gemälde wieder zum Vorschein, restaurierten und ersetzten, was beschädigt war, und holten die eingelagerten Figuren wieder hervor. Heute ist die Kirche ein Schmuckstück und besticht mit ihrer Pracht.

bueckeburg-turm-trolley-touristEs geht weiter in prächtige, aber nicht sehr große Säle des Schlosses. Schaumburg-Lippe war ein kleines Fürstentum. Aber es ist alles vorhanden, was ein Schloss und das gesellschaftliche Leben damals ausmachte wie etwa Esszimmer, Damen- und Herrenraum für etwas Konversation nach dem Essen und das Jagdzimmer mit Trophäen und Gewehren. Der Gobelinsaal mit wertvollen, belgischen Stickarbeiten ist etwas für Liebhaber der Handarbeit. Durch die sogenannte Götter-Tür kommen Besucher in den Goldenen Saal. Die Tür bekam ihren Namen durch Götter-Figuren, wie Poseidon, den Kriegsgott Mars, Minerva und Ceres rund um den Eingang. Prunkvoll ist auch der Ballsaal mit Marmor-Imitationen, Decken-Gemälden und Kronleuchtern. Der Ballsaal ist auch zu mieten für ein paar Tausend Euro. Wegen des Vorheizens von drei Tagen ist die Miete im Winter höher als im Sommer.

Beim und im Schloss Bückeburg gibt es zahlreiche Veranstaltungen. So zum Beispiel die „Landpartie“ oder im Advent den „Weihnachtszauber“. Das Schloss bildet für diese Events den idealen Rahmen und Kulisse. Busse aus der nahen und fernen Umgebung kommen zum Weihnachtsmarkt Bückeburg.

Bückeburg – die Fürstliche Hofreitschule

Die Hofreitschule Bückeburg gehörte im 18. Jahrhundert zu den Reitkunst-Zentren Europas. Lange Zeit vernachlässigt knüpft die Reitschule unter der Leitung des Ehepaares Krischke wieder an alte Traditionen an. Die Reitschule umfasst den Fürstlichen Marstall von 1621 mit Pferdeboxen für die selten gewordenen Barockpferde. Ein Blick in die Boxen zeigt Erstaunliches. Die Pferde haben eine sogenannte Zweizimmer-Wohnung. Es gibt eine Schlafecke, einen Fressbereich und einen Platz für die Pferdeäpfel, getrennt durch einen gefegten Gang. Die Pferdeäpfel liegen tatsächlich in einer Ecke. Die Pferde sind stubenrein und die Stallburschen haben es einfach beim Säubern der Boxen – überaus praktisch.
In den Pferde-Wohnungen sind Rassen zu finden, wie unter anderem Berber, Andalusier, Lusitano, dänische Knabstrupper, Fredericksborger, Bückeburger und Genete. Das Shetland-Pony „Captain Jack Sparrow“ darf nicht vergessen werden. Ponys waren nur für die adligen Kinder gedacht.

Waren Fürstenkinder noch mit Ponys zufrieden, wollten deutsche Fürsten einheitlich weiße Pferde vor ihren Kutschen haben. Weiße Pferde galten als wahrhaft königlich. Dafür taten insbesondere hannoversch-englische Fürsten einiges. Trotz aller Mühen gelang es ihnen aber nicht. Die dänischen Fürsten verrieten ihr Geheimnis der Weißgeborenen nicht. Die Niedersachsen mussten weiterhin weiße Pferde von den Dänen kaufen. Von der Bedeutung weißer Pferde zeugt auch das Emblem des Bundeslands Niedersachsen – steigendes weißes Pferd auf rotem Hintergrund.

bueckeburg-pferdemuseum-trolley-touristZwischen den Ställen ist das gut ausgestattete Pferdemuseum mit Sätteln. Die Sättel zum Beispiel sind aus der ganzen Welt zusammen getragen und gut beschriftet. So ist ein Mexikanischer und ein Französischer Hirtensattel, ein Portugiesischer Bereiter-Sattel, ein Mexikanischer Damensattel oder ein Maremmano Sattel, den italienische Rinderhirten nutzten, zu entdecken. Für Kenner gibt es dort wohl noch allerlei weitere Raritäten zu finden. Die Reitschule bietet auch Seminare an.
Im historischen, fürstlichen Reithaus von 1609 zeigt die Mannschaft der Reitschule die Barocke Reitkunst. Ganzjährig gibt es Reitvorführungen in historischen Kostümen an der Hofreitschule am Schloss. Die sind sehr besucht, so dass eine Vorbestellung von Karten mehr als sinnvoll ist.

Barockpferde: Barockpferde sind Pferderassen, die zu Zeiten des Barocks an europäischen Fürstenhöfen gezüchtet und geritten wurden. So zum Beispiel für die Soldaten, bei Paraden, für die Reitkunst oder als Kutschpferde. Die Pferde sind kleiner als die heute üblichen Rassen und etwas rundlicher.

Restaurant im Schloss Bückeburg

bueckeburg-restaurant-trolley-touristGleich beim Haupteingang hinter der Kasse liegt ein sehr gut neu gestalteter Museumsshop. Es fällt auf, dass der oder die Verantwortliche das Sortiment sorgfältig auswählte. Es gibt nützliche Dinge in allen Preislagen, Nippes, aber auch Witziges zu erstehen. Genug geschaut und vielleicht einige Köstlichkeiten erstanden, hält das Restaurant „Alte Schlossküche“ weitere schmackhafte Entdeckungen parat. Gleich beim Betreten fällt ein großer, hoher, rosa angestrichener alter Ofen in der ehemaligen Schlossküche auf. Er wird nicht mehr befeuert, aber ein freier Sitzplatz in seiner Nähe vermittelt ein warmes, gemütliches Gefühl. Einen Platz gefunden und kurz in die Runde geschaut, bleibt der Blick an der Torten-Vitrine hängen. Aber die Speisekarte verzeichnet auch allerlei Hauptgerichte für den großen Hunger.

Schloss Bückeburg – Mausoleum im Schlosspark

Bei einem Spaziergang durch den großzügigen Park am Schloss ist das Mausoleum zu erreichen. Der letzte regierende Fürst Adolf ließ sich 1911 – 1915 diese Begräbnisstätte des Fürstenhaues bauen. Herausstechend sind riesige Goldmosaik-Kuppel und die Wände verziert mit Mosaiken. Die Mosaike enthalten Steinchen in 1400 verschiedenen Farben.
Weitere Informationen: www.bueckeburg.de, www.hubschraubermuseum.de, www.schloss-bueckeburg.de, www.hofreitschule.de

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2 Gedanken zu „Bückeburg

  1. hehe Beitragsautor

    Hallo Sarah Maria, ja Bückeburg ist wirklich einen Kurz-Trip wert. Obwohl es kalt war, war es ein schöner interessanter Tag.
    auch Dir ein schönes neues Jahr
    Helga

    Antworten
  2. Sarah Maria

    Ich war leider noch nie in Bückeburg – dabei ist das ja nun echt nicht soooo weit weg von Bremen. – Und wie mir scheint, habe ich da echt was verpasst. Kommt auf jeden Fall auch meine Liste der Städte, die ich bald mal besuchen möchte. 🙂

    Mit lieben Grüßen und ich wünsche dir ein tolles, spannendes Jahr,
    Sarah Maria

    Antworten

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